05.05.2014
CfP: "Understanding Techno-security" der EASST in Torun (Polen)
CFP: Understanding Techno-security: on pre-emption, situational awareness and technological superiority (Torun, 17.-19.09.2014)
Track: EASST Conference (European Association for the Study of Science and Technology),
Convenor: Jutta Weber (University Paderborn), Katrin M. Kämpf (University Paderborn)
Security has been described as today’s ontotheology: We are afraid of orphaned suitcases, ‘suspicious’ people on our airplane, or being robbed on the way home. In the course of broad political, socioeconomic, and technological changes, security has gained a central place in Western societies which are preoccupied with their future(s). Risk discourses are increasingly enlarged adding more awareness to probable resources of risk. They do not only address health, natural, and technological disasters, but terrorism, organized crime and illegalized immigration. While security was traditionally achieved primarily via the empirical identification and assessment of threats framed by a causal logic, it is now reconfigured in the logic of predictive maximum techno-security. The shift of security from a proactive to a preventive mode in which every thinkable event is imagined in order to preempt or pre-mediate it, coincides with a desire for technological superiority and situational awareness, bearing affinities with the contemporary military logic of security. Mapping our world as completely as possible seems to be characteristic of a new culture of techno-security, as all kinds of information are crowd sourced and proliferated. The track aims at discussing the security-technology nexus, the role of precautionary risk management, the desire for a near monopoly of space and information, and the relation of civil and military security. http://www.nomadit.co.uk/easst/easst2014/panels.php5?PanelID=3181
The call for papers is open and closes Friday 9 May 2014. All proposals must be made to specific tracks (including the Open track) via the ‘Propose a paper’ link found beneath the track abstract on that track’s webpage. Proposals should consist of:
• a paper title
• authors/co-authors
• a long abstract of fewer than 250 words.
Your abstract should make clear how the paper addresses STS concerns and approaches (either generally and / or specifically in relation to a particular track). It should also make clear the type of empirical data (if any) that it will draw on. You do NOT need to be a current member of EASST to propose a paper (but you will need to provide us with contact details as part of the process). General Information: The next EASST conference will be held from 17th to 19th September 2014 in Torun in Poland. The theme for the conference is ‘Situating Solidarities: social challenges for science and technology studies’. More details are available: http://easst.net/?page_id=295
03.04.2014
Tipp: Konferenz IMAGE OPERATIONS (10.-12.4, Berlin)
Charlotte Klonk von Institut für Kunst- und Bildgeschichte der HU Berlin und Jens Eder, Medienwissenschaftler der Uni Mannheim laden vom 10. bis 12. April im Berliner ICI Berlin Institute for Cultural Inquiry zur Konferenz IMAGE OPERATIONS. Zu Gast ist etwa (am Auftaktdonnerstag) der renommierte Bildtheoretiker W.J.T. Mitchell aus Chicago (mit dem Thema „The Picture Atlas as Symptom and Therapy from Aby Warburg to A Beautiful Mind“), doch auch eine Vielzahl der Vortragsthemen versprechen an den ersten beiden Tagen in puncto Krieg, Gewalt und Medien unter bildwissenschaftlicher und v.a. interdisziplinärer Sichtweise so wichtige wie faszinierende und vor allem aktuelle Einsichten:
Unter anderem spricht Tom Holert (Akademie der Künste der Welt, Berlin) über „Gorgon Stare and Eyes in the Sky: Drones and the Ubiquity of Vision”, Timothy Lenoir (Kimberly J. Jenkins Chair for New Technologies in Society der Duke University, Durham, USA) zum Thema „Carpet-Bombing Cyberspace”, Verena Straub (HU Berlin) zu „The Making of a Martyr - Images of Female Suicide Bombers in Palestine” und Politikwissenschaftler Ben O'Loughlin (University of London) über „Images of the World, Images of Conflict“.
Mit einer Einführung von Christina Landbrecht wird zudem am Donnerstagabend Harun Farockis ERNSTE SPIELE vorgeführt.
Und als wäre das alles noch nicht genug: Für die Konferenz IMAGE OPERATIONS ist der Eintritt frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich!
internationalen und hochkarätig besetzten Konferenz
Das gesamte Programm gibt als PDF HIER.
IMAGE OPERATIONS (10.-12. April 2014)
Veranstaltungsort: Institut für Cultural Inquiry Berlin GmbH (ICI), Christinenstraße 18/19, Haus 8, 10119 Berlin (www.ici-berlin.de)
>
zyw
07.03.2014
TIPP: Dietmar Daths F.A.Z.-Kritik an 300 - RISE OF AN EMPIRE
Ob der Film das überhaupt wert ist, das Gescholtene die Schelte? In der FAZ jedenfalls kritisiert Dietmar Dath mit genüsslichen Sprachkapriolen den, so schein's, geschmacklosen Film Noam Murros 300 - RISE OF AN EMPIRE, Fortsetzung des bereits schon ungenießbaren, zumindest schwerverdaulichen 300 von Zack Snyder nach der Graphic Novel des fragwürdigen Autoren Comic-Autoren Frank Miller.
Dath deutet dabei mit einiger Berechtigung die historische Antike mit ihrem Konflikt Griechen vs. Perser als, einmal mehr überästhetisierte, kaschierte Story über den aktuellen "War on Terror", in dem einmal mehr das altgekannte Stereotyp des "Evil Arabs" wohl gedeiht:
"Die Perser sind ethnisch undurchschaubare Finsterlinge, tragen Turbanartiges, beten einen Gottkönig an, der aussieht, als wäre er wegen zu teuren Piercinggeschmacks aus der Pop-Band 'Right Said Fred' geflogen, und sprengen sich mit teerverschmiertem Feuerwerk in die Luft, damit das Publikum 2014 begreift, um was für Wüstensöhne es sich handelt."
Mehr noch kritisiert Dath die moralische Haltung des Film (bzw. die darin, darüber repräsentierte) - "da [wird] eine aus den Nachrichten vertraute Folgerichtigkeit gruselmoralisch begründet und bebildert, mit der Drohnen islamische Hochzeitsgesellschaften dezimieren oder Spezialeinheiten bei nächtlichen Überfällen sechzehnjährige Söhne Terrorverdächtiger exekutieren."
Bloße Unterhaltung, bloßes Popcorn-Kino?, fragt Dath süffisant, zurecht. Und man kann weitermachen: Frank Millers "Holy Terror" "bloß ein Comic", seine Tirade gegen die Occupy-Bewegung, die er u.a. als Vergewaltiger beschimpte (als solche, die keine Ahnung haben von echten Problemen wie al-Qaida) "nur" ein, freilich harsch und prominent kritisierter, "Werbe-Gag"?
Sicher, man sollte das alles nicht zu hoch hängen (etwa, weil Hitlers "Mein Kampf" quasi ja auch nicht "nur ein Buch" ist). Meinungstechnisch wie geschmacksmäßig muss man aber eben auch nicht jeden Unfug mitmachen oder auch nur hinnehmen. Und sei's nur, weil in beiderlei Hinsicht die Kritik in Form und Inhalt selbst schon bereichernder sein mag, auf dass das Kritisierte wenigstens etwas Gutes hat.
zyw
Dath deutet dabei mit einiger Berechtigung die historische Antike mit ihrem Konflikt Griechen vs. Perser als, einmal mehr überästhetisierte, kaschierte Story über den aktuellen "War on Terror", in dem einmal mehr das altgekannte Stereotyp des "Evil Arabs" wohl gedeiht:
"Die Perser sind ethnisch undurchschaubare Finsterlinge, tragen Turbanartiges, beten einen Gottkönig an, der aussieht, als wäre er wegen zu teuren Piercinggeschmacks aus der Pop-Band 'Right Said Fred' geflogen, und sprengen sich mit teerverschmiertem Feuerwerk in die Luft, damit das Publikum 2014 begreift, um was für Wüstensöhne es sich handelt."
Mehr noch kritisiert Dath die moralische Haltung des Film (bzw. die darin, darüber repräsentierte) - "da [wird] eine aus den Nachrichten vertraute Folgerichtigkeit gruselmoralisch begründet und bebildert, mit der Drohnen islamische Hochzeitsgesellschaften dezimieren oder Spezialeinheiten bei nächtlichen Überfällen sechzehnjährige Söhne Terrorverdächtiger exekutieren."
Bloße Unterhaltung, bloßes Popcorn-Kino?, fragt Dath süffisant, zurecht. Und man kann weitermachen: Frank Millers "Holy Terror" "bloß ein Comic", seine Tirade gegen die Occupy-Bewegung, die er u.a. als Vergewaltiger beschimpte (als solche, die keine Ahnung haben von echten Problemen wie al-Qaida) "nur" ein, freilich harsch und prominent kritisierter, "Werbe-Gag"?
Sicher, man sollte das alles nicht zu hoch hängen (etwa, weil Hitlers "Mein Kampf" quasi ja auch nicht "nur ein Buch" ist). Meinungstechnisch wie geschmacksmäßig muss man aber eben auch nicht jeden Unfug mitmachen oder auch nur hinnehmen. Und sei's nur, weil in beiderlei Hinsicht die Kritik in Form und Inhalt selbst schon bereichernder sein mag, auf dass das Kritisierte wenigstens etwas Gutes hat.
zyw
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