14.04.2016

ZDF-Film zum Rohwedder-Attentat 1991


Hier die Pressemeldung des ZDF:

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"Der Mordanschlag" – ZDF verfilmt Rohwedder-Attentat / Koproduktion von Network Movie und Senator Film 

Vor 25 Jahren wurde Detlev Rohwedder, der damalige Chef der Treuhandanstalt, von der RAF in seinem Wohnhaus erschossen. Die Frage nach dem Hintergrund der Tat stellt sich bis heute – erst recht nach den jüngsten ungeklärten Raubüberfällen der dritten RAF-Generation.

Für das ZDF greift Network Movie, Jutta Lieck-Klenke, dieses Thema nun auf und entwickelt derzeit in Zusammenarbeit mit Senator Film Produktion einen Event-Zweiteiler mit dem Arbeitstitel "Der Mordanschlag" nach dem Buch von André Georgi.

Wer steckt wirklich hinter diesem Mord? 1991 ist Rohwedder einer der meistgefährdeten Männer des wiedervereinigten Deutschland: Zielscheibe der RAF, verhasst bei Teilen der DDR-Bevölkerung und im Konflikt mit westdeutschen Unternehmen, die alles dafür tun, dass ihnen im Osten keine Konkurrenz erwächst. An Rohwedders Seite: seine junge Assistentin Sandra Wellmann, die – plötzlich im Zentrum der Macht – an dem zu zweifeln beginnt, wofür sie eigentlich steht.

Für das Fernsehen inszeniert wird der brisante Stoff von dem Regie-Duo Cyrill Boss und Philipp Stennert, die für Network Movie bereits bei den Start-Filmen der ZDF-Krimireihe "Neben der Spur" erfolgreich Regie führten. Produzenten sind Jutta Lieck-Klenke, Dietrich Kluge und Ulf Israel. Die Redaktion im ZDF hat Wolfgang Feindt. Die Dreharbeiten finden voraussichtlich im Herbst 2016 statt.

02.04.2016

CFP: Radicalisation in culture and media

Call for papers

Tuesday 28th June 2016 – De Montfort University
To mark the launch of the newly formed Race, Ethnicity and Postcolonial Network, the group invites people to a one day conference to explore the media and cultural responses to the issue of radicalisation.

The concept and representation of radicalisation has been at the heart of various interrelated media discourses on terrorism and radical Islam in recent years, with equations often implied as well as overtly stated.  As a result a semantic shift has taken place in the words and concepts of radical/radicalisation with huge political implications for the current political context and civil society.

New legislation places a statutory duty on public bodies, including schools to prevent what is perceived as extremist radicalisation taking place within their walls. The scale of these new duties is vast and potentially very intrusive and has led to some unusual media stories, including claims that a 10 year old Lancashire boy was interviewed by police after misspelling ‘terraced house’ as ‘terrorist house.’

This conference aims to explore what radicalisation and radical means by critically examining the Government’s agenda, the media discourses and affected communities’ perspectives, especially the much targeted Muslim communities.

Confirmed Keynote speakers

  • Professor Bob Brecher
    Centre for Applied Philosophy, Politics and Ethics (CAPPE), University of Brighton.
  • Dr Mark Devenney
    Centre for Applied Philosophy, Politics and Ethics (CAPPE), University of Brighton.

We welcome contributions on topics such as but not limited to:

  • What is radicalisation or extremism? How and why has the definition evolved and changed?
  • How is the media communicating ideas about radicalisation, terrorism and extremism?
  • Media representations of ‘radicalised’ young people
  • The implications and impact of the Counter-Terrorism and Security Act 2015 on public bodies (schools, universities, prisons, etc.) and ordinary people
  • Media representations of government policies on terrorism and radicalisation
  • The equation of ‘radical’ with religion, especially Islamic forms
Please submit your abstract of 200 words by Thursday, 7 April to:
Gurvinder Aujla-Sidhu, gaujla-sidhu@dmu.ac.uk
Rinella Cere, r.cere@shu.ac.uk

16.03.2016

Veranstaltung: "Kunst in Zeiten des Krieges", 15.-17. April, Ev. Akademie Tutzing


Die Evangelische Akademie Tutzingen veranstaltet von 15. bis 17. April 2016 zusammen mit der Deutschen UNESCO-Kommission e.V. eine Tagung zum Thema "Kunst in Zeiten des Krieges". 

Mit ZDF-Reporter Martin Niessen trage ich dabei im hübschen Schloß Tutzing am Ufer des Starnberger See zum Thema "Einsatz von und medialer Umgang mit Kriegsbildern und Propaganda" vor. Anmeldungen sind noch bis 8. April möglich.

Mehr Informationen (inkl. Tagungsprogramm) finden Sie HIER.  


Zum Inhalt hier aus der offiziellen Ankündigung:

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Die Buddhastatuen in Bamiyan, die Bibliothek von Timbuktu, der Markt von Aleppo, die Tempelanlagen von Palmyra – Extremisten attackierten in den letzten Jahren Menschen und jahrtausendealte Kulturschätze gleichermaßen.
 
Gezielte Zerstörungen wie sie vom IS als Machtdemonstrationen inszeniert werden, schrecken die Weltgemeinscha auf und lenken den Blick darauf, dass Krieg auch immer die Vernichtung von Kulturgütern bedeutet. Plünderung und Raub sind an der Tagesordnung, Länder wie Syrien verlieren ihre Schätze, ihre Kunst, ihre Geschichte und damit Teile ihrer Identität. Nicht zuletzt deshalb bezeichnet die UNESCO die Zerstörungen von Palmyra und weiteren Welterbestätten als Kriegsverbrechen und setzt sich für ihre Ahndung ein.
 
Doch auch das kulturelle Leben und seine Infrastruktur kommen im Kriegsfall zum Erliegen. Einst lebendige Spielstätten stehen leer, werden umfunktioniert oder zerstört. Künstler und Kulturschaffende werden verfolgt, getötet, verstummen oder verlassen das Land. Inmitten von Angst und Gewalt erscheinen Malerei, Theater, Musik und Poesie absurd. Und doch sind es oft genug die Künstler, die sich zu Wort melden und Gehör finden – vor Ort und im Exil. Sie machen aufmerksam auf die Geschehnisse im Land, sie dokumentieren und verarbeiten, sie schaff en Momente der Hoffnung für sich und andere.
 
Diese Hoffnung mit Blick auf Gegenwart und Zukun zu nähren und Verantwortung zu übernehmen für Kulturerbe, kulturelle Vielfalt und Kulturscha ende, liegt auch in der Verantwortung der Weltgemeinschaft. Der Maßnahmenkatalog von international tätigen Organisationen und lokalen Initiativen reicht dabei von präventiven Dokumentationsprojekten und dem Wiederaufbau von Infrastruktur und zerstörten Stätten bis hin zur Förderung kultureller Vielfalt und Unterstützung von Künstlern.
 
In der Tagung „Kunst in Zeiten des Krieges“ beschäftigen wir uns mit den Auswirkungen aktueller Kriege auf Kunst und Kultur. Was bedeutet der Verlust wichtiger kultureller Stätten für die betroffenen Länder, was für die Weltgemeinschaft? Welche Auswirkungen haben die provozierenden Bilder des IS, wie gehen Medien und Öffentlichkeit damit um? Welche Maßnahmen kann die internationale Staatengemeinscha ergreifen, um zu bewahren und zu schützen? Wie schlägt sich die Kriegserfahrung der Menschen in den Künsten nieder? Und was kann mit Blick auf eine friedlichere Zukunft schon heute für Künstler und das kulturelle Leben von Ländern, die sich im Krieg befinden, getan werden?
 
Zu Diskussion, Gespräch und Begegnung laden wir herzlich in die Evangelische Akademie Tutzing ein.