Noch ist nicht klar, wer hinter den beiden, kurz aufeinander folgenden Explosionen steckt. Sicher ist aber, dass es angesichts der allgegenwärtigen Aufzeichnungstechnik, von Smartphone-Kameras mit HD-Auflösung und einem umfassenden Alltagsdokumentieren, das - insbesondere bei Events wie derlei Sportveranstaltungen - nahezu ubiquitär und permanent gerät, es immer unmöglicher wird, derartige Aufnahme nicht und nachgerade live mitzuproduzieren.
Posts für Suchanfrage FOUR LIONS werden nach Datum sortiert angezeigt. Nach Relevanz sortieren Alle Posts anzeigen
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16.04.2013
Bombenanschlag auf den Boston-Marathon
In der Satire FOUR LIONS ist es noch eine launige Fiktion, in Boston ist es am Montag, dem 15.4., Wirklichkeit geworden: Bombenanschläge auf/während eines Marathonlaufs. Medienöffentlichkeit war garantiert - und (multiperspektivische) Bilder produziert wie diese HIER.
Noch ist nicht klar, wer hinter den beiden, kurz aufeinander folgenden Explosionen steckt. Sicher ist aber, dass es angesichts der allgegenwärtigen Aufzeichnungstechnik, von Smartphone-Kameras mit HD-Auflösung und einem umfassenden Alltagsdokumentieren, das - insbesondere bei Events wie derlei Sportveranstaltungen - nahezu ubiquitär und permanent gerät, es immer unmöglicher wird, derartige Aufnahme nicht und nachgerade live mitzuproduzieren.
Noch ist nicht klar, wer hinter den beiden, kurz aufeinander folgenden Explosionen steckt. Sicher ist aber, dass es angesichts der allgegenwärtigen Aufzeichnungstechnik, von Smartphone-Kameras mit HD-Auflösung und einem umfassenden Alltagsdokumentieren, das - insbesondere bei Events wie derlei Sportveranstaltungen - nahezu ubiquitär und permanent gerät, es immer unmöglicher wird, derartige Aufnahme nicht und nachgerade live mitzuproduzieren.
18.04.2011
FOUR LIONS ab Donnerstag im Kino
Nochmals zur Erinnerung bzw. als Kino-Tipp:
Am kommenden Donnerstag, dem 21. April startet die brillante Satire FOUR LIONS in den deutschen Kinos. Es ist die Geschichte von erst vier, dann fünf, dann wieder vier (einer sprengt sich zwischendurch aus Versehen in die Luft) islamistischen Selbstmordattentätern in England, die schnellstmöglich den Märtyrertod sterben wollen. Dabei stellen sie sich bei allem Elan und einiger Bauernschläue recht tölpelhaft an - und können sich eigentlich lange nicht mal auf ein Ziel einigen (das "Internet" schlägt der eine mal vor).
Zwischen Aberwitz, Bissigkeit und Nonsens, aber bisweilen auch erschreckend anrührend lässt FOUR LIONS von Christopher Morris einem das Lachen oft im Halse stecken bleiben, konfrontiert mit Terroristen-Klischees und kontert sie bisweilen auf recht unangenehme, weil bequeme Stereotype provozierende Weise.

Terrorismus & Film hat sich hier dem Thema FOUR LIONS mehrfach angenommen, darunter hier eine Besprechung.
Am kommenden Donnerstag, dem 21. April startet die brillante Satire FOUR LIONS in den deutschen Kinos. Es ist die Geschichte von erst vier, dann fünf, dann wieder vier (einer sprengt sich zwischendurch aus Versehen in die Luft) islamistischen Selbstmordattentätern in England, die schnellstmöglich den Märtyrertod sterben wollen. Dabei stellen sie sich bei allem Elan und einiger Bauernschläue recht tölpelhaft an - und können sich eigentlich lange nicht mal auf ein Ziel einigen (das "Internet" schlägt der eine mal vor).
Zwischen Aberwitz, Bissigkeit und Nonsens, aber bisweilen auch erschreckend anrührend lässt FOUR LIONS von Christopher Morris einem das Lachen oft im Halse stecken bleiben, konfrontiert mit Terroristen-Klischees und kontert sie bisweilen auf recht unangenehme, weil bequeme Stereotype provozierende Weise.

Terrorismus & Film hat sich hier dem Thema FOUR LIONS mehrfach angenommen, darunter hier eine Besprechung.
31.01.2011
MdB Mayer zu seinen FOUR-LIONS-Bedenken
Offenbar hat Herr Stephan Mayer, CSU-Bundestagsabgeordneter, trotz der Nicht-Zustell-Nachricht als „Reaktion“, meine E-Mail-Anfrage doch erhalten. Denn heute erhielt ich folgende Antwort, die ich hier gerne veröffentliche.
Auch wenn meinerseits der Verdacht besteht, dass dies vielleicht eine Art Formschreiben ist, das in Reaktion auf die Debatte um die Satire FOUR LIONS und Herr Mayers Bedenken aufgesetzt und jedem Anfragenden zugestellt wurde und wird, danke ich Herrn Mayer und seinem Büro sehr dafür. Insbesondere freut mich die Richtigstellung hinsichtlich der Forderung nach einem Verbot des Films.
Allerdings wird auch hier wiederum nicht auf die Frage eingegangen, in welcher Hinsicht Bedenken seinerseits bestehen – im vorletzten Absatz ist von „Befindlichkeiten“, die vielleicht nicht „verstärkt“ werde sollte, die Rede, doch nicht, wessen Befindlichkeiten. Die von Deutschen, die sich einer verstärkten Polizeipräsenz an Bahnhöfen gegenüber sehen? Oder die von Muslimen, die sich hierzulande durch FOUR LIONS und seine Darstellung von britisch-pakistanischen Islamisten verunglimpft oder gar provoziert fühlen könnten (daher der Verweis auf die Mohammedkarrikaturen)? Vermutlich beides.
(Im Übrigen habe ich mir erlaubt, hier zur Illustration ein Foto von Herrn Mayer (links auf dem Bild) von seiner Website einzufügen; ich hoffe geht für ihn in Ordnung.)

Sehr geehrter Herr Zywietz,
nach meiner Stellungnahme im Spiegel TV Magazin am Sonntag, den 09.01.2011 bezüglich der Satire "Four Lions", die bisher nicht in Deutschland ausgestrahlt wurde, erlaube ich mir unter Bezugnahme auf Ihre E-Mail vom 09. Januar 2011 auf die von Ihnen geäußerte Kritik einzugehen.
Vorab möchte ich deutlich machen, dass ich weder im Fernsehinterview, noch im Gespräch mit den Journalisten ein Verbot des Films gefordert oder in irgendeiner Hinsicht angeregt habe. Sämtliche Unterstellungen hinsichtlich einer Forderung nach Zensur oder Verbot entbehren somit jeder Grundlage und sind auch inhaltlich nicht mit der von mir geäußerten Position zu vereinbaren.
Selbstverständlich bin ich der Auffassung, dass zentrale demokratische Werte, wie die Pressefreiheit in keiner Weise eingeschränkt werden dürfen. So wie beispielsweise im Umgang mit Personen von hohem öffentlichen Interesse von seriösen Medien in aller Regel eine Abwägung zwischen öffentlichem Interesse und der Privatsphäre vorgenommen wird, habe ich den Appell an die Medien gerichtet in den Wochen erhöhter Terrorgefahr nicht unbedacht "Öl ins Feuer zu gießen". Bei der Diskussion um die so genannten Mohammedkarikaturen habe ich selbstverständlich eindeutig Position für die freie Meinungsäußerung bezogen. Grundsätzlich hielte ich es auch für sehr bedenklich mit Blick auf mögliche Reaktionen in vorauseilendem Gehorsam unsere Lebensgewohnheiten zu verändern.
Unter Berücksichtigung der derzeitigen besonderen Bedrohungssituation, die sich unter anderem in den deutlich erhöhten Sicherheitsvorkehrungen an Flughäfen, Bahnhöfen und zentralen Liegenschaften oder Veranstaltungsorten, manifestiert, habe ich lediglich in Frage gestellt, ob es sinnvoll ist, die Befindlichkeiten in dieser besonderen Situation - ausdrücklich zeitlich begrenzt - durch eine derartige komödiantische Auseinandersetzung zu verstärken. Die Fehlinterpretation, mir ein Verbotsersuchen zu unterstellen, weise ich entschieden zurück. In der offenen Diskussion müssen derartige Überlegungen angestellt werden dürfen, um sich letztlich nicht der Gefahr des leichtfertigen Umgangs mit zum Teil erheblichen Gefährdungen auszusetzen.
Auch weiterhin werde ich mich mit diesem hochsensiblen Thema konstruktiv auseinandersetzen, auch wenn dabei die Gefahr besteht durch mediale Verkürzung teilweise erhebliche Missverständnisse mit zu verursachen.
Für Rückfragen stehe ich selbstverständlich jederzeit zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen,
Ihr
Stephan Mayer, MdB
Auch wenn meinerseits der Verdacht besteht, dass dies vielleicht eine Art Formschreiben ist, das in Reaktion auf die Debatte um die Satire FOUR LIONS und Herr Mayers Bedenken aufgesetzt und jedem Anfragenden zugestellt wurde und wird, danke ich Herrn Mayer und seinem Büro sehr dafür. Insbesondere freut mich die Richtigstellung hinsichtlich der Forderung nach einem Verbot des Films.
Allerdings wird auch hier wiederum nicht auf die Frage eingegangen, in welcher Hinsicht Bedenken seinerseits bestehen – im vorletzten Absatz ist von „Befindlichkeiten“, die vielleicht nicht „verstärkt“ werde sollte, die Rede, doch nicht, wessen Befindlichkeiten. Die von Deutschen, die sich einer verstärkten Polizeipräsenz an Bahnhöfen gegenüber sehen? Oder die von Muslimen, die sich hierzulande durch FOUR LIONS und seine Darstellung von britisch-pakistanischen Islamisten verunglimpft oder gar provoziert fühlen könnten (daher der Verweis auf die Mohammedkarrikaturen)? Vermutlich beides.
(Im Übrigen habe ich mir erlaubt, hier zur Illustration ein Foto von Herrn Mayer (links auf dem Bild) von seiner Website einzufügen; ich hoffe geht für ihn in Ordnung.)

Sehr geehrter Herr Zywietz,
nach meiner Stellungnahme im Spiegel TV Magazin am Sonntag, den 09.01.2011 bezüglich der Satire "Four Lions", die bisher nicht in Deutschland ausgestrahlt wurde, erlaube ich mir unter Bezugnahme auf Ihre E-Mail vom 09. Januar 2011 auf die von Ihnen geäußerte Kritik einzugehen.
Vorab möchte ich deutlich machen, dass ich weder im Fernsehinterview, noch im Gespräch mit den Journalisten ein Verbot des Films gefordert oder in irgendeiner Hinsicht angeregt habe. Sämtliche Unterstellungen hinsichtlich einer Forderung nach Zensur oder Verbot entbehren somit jeder Grundlage und sind auch inhaltlich nicht mit der von mir geäußerten Position zu vereinbaren.
Selbstverständlich bin ich der Auffassung, dass zentrale demokratische Werte, wie die Pressefreiheit in keiner Weise eingeschränkt werden dürfen. So wie beispielsweise im Umgang mit Personen von hohem öffentlichen Interesse von seriösen Medien in aller Regel eine Abwägung zwischen öffentlichem Interesse und der Privatsphäre vorgenommen wird, habe ich den Appell an die Medien gerichtet in den Wochen erhöhter Terrorgefahr nicht unbedacht "Öl ins Feuer zu gießen". Bei der Diskussion um die so genannten Mohammedkarikaturen habe ich selbstverständlich eindeutig Position für die freie Meinungsäußerung bezogen. Grundsätzlich hielte ich es auch für sehr bedenklich mit Blick auf mögliche Reaktionen in vorauseilendem Gehorsam unsere Lebensgewohnheiten zu verändern.
Unter Berücksichtigung der derzeitigen besonderen Bedrohungssituation, die sich unter anderem in den deutlich erhöhten Sicherheitsvorkehrungen an Flughäfen, Bahnhöfen und zentralen Liegenschaften oder Veranstaltungsorten, manifestiert, habe ich lediglich in Frage gestellt, ob es sinnvoll ist, die Befindlichkeiten in dieser besonderen Situation - ausdrücklich zeitlich begrenzt - durch eine derartige komödiantische Auseinandersetzung zu verstärken. Die Fehlinterpretation, mir ein Verbotsersuchen zu unterstellen, weise ich entschieden zurück. In der offenen Diskussion müssen derartige Überlegungen angestellt werden dürfen, um sich letztlich nicht der Gefahr des leichtfertigen Umgangs mit zum Teil erheblichen Gefährdungen auszusetzen.
Auch weiterhin werde ich mich mit diesem hochsensiblen Thema konstruktiv auseinandersetzen, auch wenn dabei die Gefahr besteht durch mediale Verkürzung teilweise erhebliche Missverständnisse mit zu verursachen.
Für Rückfragen stehe ich selbstverständlich jederzeit zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen,
Ihr
Stephan Mayer, MdB
30.01.2011
FOUR LIONS: Stellungnahme des Verleihers

Wie HIER berichtet, hatte der CSU-Abgeordnete Stephan Mayer Bedenken wegen des Kinostarts der Satire FOUR LIONS. Meine Nachfrage an sein Büro, welcher Art genau seiner Bedenken seien, blieb unbeantwortet – nicht zuletzt, weil ich eine Woche (!) später die Rückmeldung bekam, meine Mail könne nicht zugestellt werden (ohne Tippfehler in der Anschrift). Offenbar war der Server etwas überlastet.
Auch von Seiten des Filmverleihs habe ich kein Feedback bekommen – dafür aber gab es ein Interview mit dem Capelight-Geschäftsführer Steffen Gerlach in der Ausgabe Nr. 3 (2011) des Branchenblatts Blickpunkt:Film (S. 11).
Darin berichtet Gerlach, erst durch den Spiegel-Online-Artikel und kurz vor der Ausstrahlung eines entsprechenden Spiegel-TV-Beitrags von der Verbotsforderung Mayers erfahren zu haben. Der Vorwurf selbst, so Gerlach, sei „höflich ausgedrückt: absurd“. Gerlach verweist auf die Preise, die die Satire um tragisch-tölpelhafte britisch-pakistanische Selbstmordislamisten aus Sheffield gewonnen hat und welche Erfolge FOUR LIONS international bislang feierte – in Deutschland gewann er den Publikumspreis auf dem „Fantasy Filmfest“. Nirgendwo, so Gerlach, habe es Drohungen gegen den Film gegeben. „Wie man ihm jetzt ausgerechnet hierzulande ein besonderes Gefahrenpotenzial attestieren kann, ist mir völlig unverständlich“. Bestätigt fühlt sich Gerlach durch das Medienecho in Folge der Verbotsforderungsmeldung. Einhellige Meinung sei, dass Satire sich auch einem ernsten Thema wie dem Terrorismus annehmen dürfe, gar solle. „Vielleicht ist es sogar gut, dass das Thema auf diese – wenngleich absurde – Weise in den Fokus gerückt werde“, so Gerlach. Natürlich könne der Verleih über die Aufmerksamkeit freuen.
Eine kleine Anmerkung dazu: Auch wenn ich persönlich nicht Herrn Mayers Standpunkt in Sachen Verbot teile (schon gar nicht, was den Film FOUR LIONS betrifft) und seine Aussage für die übliche Politikerprofilierung oder zumindest als ein Versuch der Aufmerksamkeitserregung betrachte, finde ich es grundsätzlich nicht verkehrt, sich über die Bedenklichkeit oder aber die möglichen Folgen von Filmen prinzipiell Gedanken zu machen.
Und: Das Feld der Wirkung von fiktionalen Spielfilmen ist zwar sehr diffuses Terrain, in dem mehr Meinungen als fundierte Erkenntnisse regieren. Doch Herr Gerlach geht nicht wirklich auf den Vorwurf, FOUR LIONS könne hinsichtlich der aktuellen Bedrohungslage „Öl ins Feuer gießen“, ein. Dass der Film mehrfachen Erfolg hatte und es zu keinen Protesten kam, ist schön, aber dahingehend unerheblich. Nochmal: ich halte gerade FOUR LIONS, als Satire mit tragischem Einschlag, als gerade aufklärerisch und deeskalierend. Dass aber weder Blickpunkt:Film, noch der Capelight-Geschäftsführer selbst die Frage danach stellen, inwiefern FOUR LIONS „gefährlich“ sein soll – sei es, dass er Vorurteile gegen Muslime bestärkt, dass sich Muslime verunglimpft fühlen (obwohl Morris seinen Film dahingehend schon vor dem Start getestet hat) oder gar verwirrte Radikale inspiriert werden könnten – ist schade. Vielleicht war der Spiegel-TV-Beitrag dahingehend erhellend genug. Womöglich aber haben wir hier nur ein weiteres Beispiel dafür, wie sehr politische Korrektheit, die Provokation von Terroristen und reale Bedenken hinsichtlich öffentlicher Sicherheit und / oder Ordnung in Zeiten eines „fremdartigen“ terroristischen Dschihadismus zu einer bedenklichen Gemengelage geworden sind. Die aktuelle terroristische Bedrohung und der "Global War on Terror" muss und soll zu keinem Kampf der Kulturen stilisiert werden. Mit allerlei kulturellem und politischem sozialpsychologischen Ballast ist er allemal versehen.
Falls Sie FOUR LIONS daheim schon vor dem Kinostart sehen wollen: Die britische DVD können Sie als UK-Import ganz einfach HIER bei Amazon bestellen.
(zyw)
11.01.2011
"Comedy of Terror": P. Hammond zu FOUR LIONS und IN THE LOOP
Wie berichtet hat der CSU-Abgeordnete Stephan Mayer Bedenken angemeldet wegen des Kinostarts von FOUR LIONS.
Passend dazu hier ein sehenswerter Beitrag von Philip Hammond von der London South Bank University zu eben diesem Film wie auch zu der famosen Komödie IN THE LOOP, einer Art Spin-off der englischen Satire-Serie „The Thick of It“, die ich jedem ans Herz legen kann, der nicht nur bissige Unterhaltung schätzt, sondern auch Einblicke in einen Mittelbau der politischen Macht bekommen möchte, der nicht nur in Fiktionen absolut unterrepräsentiert ist, sondern auch in der realen Beobachtung des Weltgeschehens. Die Serie wie der Film dazu ist – nicht zuletzt aufgrund seines pseudodokumentarischen Stils und dem improvisatorischen Witzes der Darsteller – eine der witzigsten und gewitztesten Produktionen, die mir in der letzten Zeit untergekommen ist. Wieso es so etwas in Deutschland nicht gibt, ist schade und bedauerlich, aber auch durchaus erklärbar (aber das ist ein anderes Thema …).
Phil Hammonds Vortrag zu den beiden Komödien des "GWOT" fand statt im Rahmen der Konferenz „Screens of Terror – representations of war and terrorism since 9/11 in film, TV drama & documentary“, 9.-11. September 2010, auf der ich auch einen Vortrag halten durfet (ich glaube, irgendwo in der Aufzeichnung von Hammonds Vortrag bin ich auch im Publikum zu entdecken :-)), und selten habe ich ein solch anregendes akademisches Umfeld erleben dürfen.
Die Aufzeichnung selbst stammt von WORLDbytes, einem englischem Bürgerschafts-TV-Projekt, das – vor allem – junge Freiwillige in Sachen audiovisuellem Journalismus „anlernt“. Auch diese medienkommunikative Begleitung der Konferenz ist etwas, dass ich mir für deutsche Tagungen und dergleichen wirklich wünschen würde. Nicht nur wegen des Ergebnisses - das Verfügbarmachen von solchen Veranstalten für die breite Öffentlichkeit. Sondern weil die pure Anwesenheit und Engagement den Wert von öffentlicher Berichterstattung und der Lust dazu vor Augen führte.
Greeting to Hungary!
Viel Spaß wünsche ich Ihnen übrigens bei Hammons Vortrag nicht - den werden Sie auch so haben. :-)
(zyw)
Passend dazu hier ein sehenswerter Beitrag von Philip Hammond von der London South Bank University zu eben diesem Film wie auch zu der famosen Komödie IN THE LOOP, einer Art Spin-off der englischen Satire-Serie „The Thick of It“, die ich jedem ans Herz legen kann, der nicht nur bissige Unterhaltung schätzt, sondern auch Einblicke in einen Mittelbau der politischen Macht bekommen möchte, der nicht nur in Fiktionen absolut unterrepräsentiert ist, sondern auch in der realen Beobachtung des Weltgeschehens. Die Serie wie der Film dazu ist – nicht zuletzt aufgrund seines pseudodokumentarischen Stils und dem improvisatorischen Witzes der Darsteller – eine der witzigsten und gewitztesten Produktionen, die mir in der letzten Zeit untergekommen ist. Wieso es so etwas in Deutschland nicht gibt, ist schade und bedauerlich, aber auch durchaus erklärbar (aber das ist ein anderes Thema …).
Phil Hammonds Vortrag zu den beiden Komödien des "GWOT" fand statt im Rahmen der Konferenz „Screens of Terror – representations of war and terrorism since 9/11 in film, TV drama & documentary“, 9.-11. September 2010, auf der ich auch einen Vortrag halten durfet (ich glaube, irgendwo in der Aufzeichnung von Hammonds Vortrag bin ich auch im Publikum zu entdecken :-)), und selten habe ich ein solch anregendes akademisches Umfeld erleben dürfen.
Die Aufzeichnung selbst stammt von WORLDbytes, einem englischem Bürgerschafts-TV-Projekt, das – vor allem – junge Freiwillige in Sachen audiovisuellem Journalismus „anlernt“. Auch diese medienkommunikative Begleitung der Konferenz ist etwas, dass ich mir für deutsche Tagungen und dergleichen wirklich wünschen würde. Nicht nur wegen des Ergebnisses - das Verfügbarmachen von solchen Veranstalten für die breite Öffentlichkeit. Sondern weil die pure Anwesenheit und Engagement den Wert von öffentlicher Berichterstattung und der Lust dazu vor Augen führte.
Greeting to Hungary!
Viel Spaß wünsche ich Ihnen übrigens bei Hammons Vortrag nicht - den werden Sie auch so haben. :-)
(zyw)
09.01.2011
FOUR LIONS kommt ins Kino - und soll nicht.

Bislang hatte die großartige kluge Satire FOUR LIONS in Deutschland noch keine Kinoauswertung. Während der Film von Christopher Morris (ein Interview mit ihm als Podcast dazu HIER) schon im Spätsommer in Großbritannien auf DVD erschienen ist, will nun der Berliner Verleih Capelight Pictures Ende April die bitterböse Geschichte britisch-pakistanischer home-grown-Terroristen und ihrer Probleme mit den Tücken des Märtyrer-Extremismus hierzulande ins Kino bringen. Worauf prompt – so berichtet Spiegel-Online – der CSU-Bundestagsabgeordnete Stephan Mayer fordert, den Film aufgrund der aktuellen Terrorgefahr nicht zu zeigen – „Öl“ könne ins Feuer „gegossen werden“.
Welcher Art das von Mayer gefürchtete Öl ist, geht aus der Kurzmeldung nicht hervor: Befürchtet er, dass sich heimische Islamisten ein Vorbild nehmen könnten (und sich in Ninja-Turtle-Kostümen in die Luft zu sprengen versuchen)? Oder hat der Politiker Bedenken, in der Sarrazin-Republik Deutschland könnten arglose Muslime und solche, die für „Islamisten“ gehalten werden, wegen FOUR LIONS als böswillig, etwas trottelige und trotzdem (bzw. gerade wegen Letzterem) sympathische Randexistenzen verdächtigt werden?
Terrorismus & Film fragt mal an, was genau Herr Mayer meinte - und was der Verleih dazu zu meint. Die T&F-Meinung ist jedenfalls, dass gerade in Zeiten wie dieser – sprich: der erhöhten Terrorismus-Gefahr (oder zumindest der offiziellen -Gefahrenstufe) – ein Film wie FOUR LIONS nachgerade nottut, weil dieser auch falsche, in Sicherheit wiegende Stereotype auf unbehagliche Weise demontiert.
Die T&F-Kritik zu FOUR LIONS finden Sie HIER.
06.01.2011
Tipps: Neue Perspectives on Terrorism und: Screenwriting-Podcast - Update! (07. Jan.)
Selbst wenn Sie es nicht mehr hören mögen: Terrorismus & Film wünscht Ihnen auch noch ein frohes neues Jahr 2011.
Zu dessen Auftakt hier einige kleine Lese-, vor allem aber Hörtipps:
Die Ausgabe Nr. 6 (Jg. 4) des Journals Perspectives on Terrorism in frisch herausgekommen – nicht umsonst, aber kostenlos. Die Artikel gibt es online einzeln HIER zu lesen.
(Achtung!! UPDATE: Offenbar gibt es kein Komplett-PDF von Perspectives on Terrorism auf der Website des Journals selbst mehr. Zu bekommen ist es aber über den Dokumentendiest "Scribd". Mehr dazu direkt auf der Seite von Perspectives on Terrorism)
Der Inhalt von Heft 6:
Justice or Peace? The Hariri Assassination and the Special Tribunal for Lebanon
von Maria-Rita Kassis
Online De-Radicalization? Countering Violent Extremist Narratives: Message, Messenger and Media Strategy
von Omar Ashour
The Lord's Resistance Army: an African Terrorist Group?
von Emma Leonard
A Critical View of Critical Terrorism Studies
von James M. Lutz
Als Buchrezension:
Cutting the Fuse: The Explosion of Global Suicide Terrorism and How to Stop It
Robert A. Pape & James K. Feldman
Sowie:
Selected Literature on Terrorism and Organized Crime
zusammengestellt von Eric Price
**************************
Wenn Sie jedoch Ihre Augen lieber schonen wollen oder für die Autofahrt noch etwas zum Hören suchen, seien in puncto Terrorismusfilm einige Podcasts von Jeff Goldsmith empfohlen. Goldsmith ist Senior Editor des Creatvie Screenwriting Magazins und interviewt regelmäßig Regisseure und/oder Drehbuchautoren zu ihrem (neuesten) Film. Ganz spannende und teilweise sehr ausführliche dramaturgische Analysen und Hinter-die-Kulissen-Einblicke z.B. in die Stoffentwicklung oder die Divergenz zwischen ursprünglicher Idee und fertiger Erzählung bieten für unser Thema Terrorismus bietet z.B.

Regisseur und Drehbuchautor Chris Morris, der Macher von FOUR LIONS, der von der Realität schusseliger Terroristen zu berichten weiß. (Link zur MP3-Datei mit dem Q&A HIER – zum direkten Runterladen den entsprechenden Befehl im Rechtsklick-Menü auswählen)

Regisseur und Drehbuchautor von TRAITOR Jeffrey Nachmanoff, der erzählt, wie er statt Terry George (Drehbuchautor von Jim Sheridans IN THE NAME OF THE FATHER und THE BOXER sowie Director von u.a. SOME MOTHER’S SON und HOTEL RWANDA) auf dem Regiestuhl gelandet ist – vor allem aber, dass TRAITOR zunächst als üblicher Actionhelden-Story geplant war, bis man auf die Idee kam, dass der „blonde blauäuige“ Hero als Untercover-Agent in einem Radikalislamisten-Netzwerk (heute nicht mehr) funktionieren würde. Diese Einsicht hat sich insofern als Segen herausgestellt, da aus TRAITOR ein beachtlicher, nicht perfekter, freilich gerade in seinen kleinen Brüchen ein sehr bemerkenswerter Film geworden ist. (Das Interview finden Sie HIER.)

Aaron Sorkin, gerade für sein Script für David Finchers Facebook-Film SOCIAL NETWORK zu Recht gefeiert, gibt HIER Auskunft über seinen Werdegang – und seine Arbeit an Mike Nichols brillanten bissigen CHARLIE WILSON’S WAR über den Politiker, der die Mujaheddin in Afghanistan im Krieg gegen die Russen als Stellvertreter und unterstützungswürdige Freiheitskämpfer „entdeckte“. Eine letzte Szene, so verrät Sorkin im Interview, sollte den Bogen schlagen zum 11. September …
(Download HIER)

THE KINDGOM ist ein Actionthriller über eine FBI-Team, das wegen eines Anschlags in Saudi-Arabien ermittelt (dt. OPERATION: KINGDOM). Ganz interessant, dass der Film das Öl-Reich entdeckt und dass und wie und warum er letztlich doch in die Waffengewaltlösung des Genres verfällt … Im Gespräch enthüllt der Drehbuchautor und studierter Politologe Matthew Michael Carnahan (STATE OF PLAY, LIONS FOR LAMBS) unter anderem und vor allem über die Zusammenarbeit bei der Stoffentwicklung mit u.a. echten FBI-Beamten und deren Arbeit. Eine kleine Zensur ist auch drin – um potentiellen Terroristen, die das Podcast HIER hören können, keinen Tipp zu geben …

Zu ihrer Drehbucharbeit für Oliver Stone und seinen Film WORLD TRADE CENTER steht Andrea Berloff HIER Frage und Antwort. Unter anderem darauf, wie das Verhältnis mit den realen Überlebenden war – und das der Film bewusst unpolitisch gehalten wurde, was damals für einige Kritik gesorgt hatte…
Viel Spaß!
Zu dessen Auftakt hier einige kleine Lese-, vor allem aber Hörtipps:
Die Ausgabe Nr. 6 (Jg. 4) des Journals Perspectives on Terrorism in frisch herausgekommen – nicht umsonst, aber kostenlos. Die Artikel gibt es online einzeln HIER zu lesen.
(Achtung!! UPDATE: Offenbar gibt es kein Komplett-PDF von Perspectives on Terrorism auf der Website des Journals selbst mehr. Zu bekommen ist es aber über den Dokumentendiest "Scribd". Mehr dazu direkt auf der Seite von Perspectives on Terrorism)
Der Inhalt von Heft 6:
Justice or Peace? The Hariri Assassination and the Special Tribunal for Lebanon
von Maria-Rita Kassis
Online De-Radicalization? Countering Violent Extremist Narratives: Message, Messenger and Media Strategy
von Omar Ashour
The Lord's Resistance Army: an African Terrorist Group?
von Emma Leonard
A Critical View of Critical Terrorism Studies
von James M. Lutz
Als Buchrezension:
Cutting the Fuse: The Explosion of Global Suicide Terrorism and How to Stop It
Robert A. Pape & James K. Feldman
Sowie:
Selected Literature on Terrorism and Organized Crime
zusammengestellt von Eric Price
**************************
Wenn Sie jedoch Ihre Augen lieber schonen wollen oder für die Autofahrt noch etwas zum Hören suchen, seien in puncto Terrorismusfilm einige Podcasts von Jeff Goldsmith empfohlen. Goldsmith ist Senior Editor des Creatvie Screenwriting Magazins und interviewt regelmäßig Regisseure und/oder Drehbuchautoren zu ihrem (neuesten) Film. Ganz spannende und teilweise sehr ausführliche dramaturgische Analysen und Hinter-die-Kulissen-Einblicke z.B. in die Stoffentwicklung oder die Divergenz zwischen ursprünglicher Idee und fertiger Erzählung bieten für unser Thema Terrorismus bietet z.B.

Regisseur und Drehbuchautor Chris Morris, der Macher von FOUR LIONS, der von der Realität schusseliger Terroristen zu berichten weiß. (Link zur MP3-Datei mit dem Q&A HIER – zum direkten Runterladen den entsprechenden Befehl im Rechtsklick-Menü auswählen)

Regisseur und Drehbuchautor von TRAITOR Jeffrey Nachmanoff, der erzählt, wie er statt Terry George (Drehbuchautor von Jim Sheridans IN THE NAME OF THE FATHER und THE BOXER sowie Director von u.a. SOME MOTHER’S SON und HOTEL RWANDA) auf dem Regiestuhl gelandet ist – vor allem aber, dass TRAITOR zunächst als üblicher Actionhelden-Story geplant war, bis man auf die Idee kam, dass der „blonde blauäuige“ Hero als Untercover-Agent in einem Radikalislamisten-Netzwerk (heute nicht mehr) funktionieren würde. Diese Einsicht hat sich insofern als Segen herausgestellt, da aus TRAITOR ein beachtlicher, nicht perfekter, freilich gerade in seinen kleinen Brüchen ein sehr bemerkenswerter Film geworden ist. (Das Interview finden Sie HIER.)

Aaron Sorkin, gerade für sein Script für David Finchers Facebook-Film SOCIAL NETWORK zu Recht gefeiert, gibt HIER Auskunft über seinen Werdegang – und seine Arbeit an Mike Nichols brillanten bissigen CHARLIE WILSON’S WAR über den Politiker, der die Mujaheddin in Afghanistan im Krieg gegen die Russen als Stellvertreter und unterstützungswürdige Freiheitskämpfer „entdeckte“. Eine letzte Szene, so verrät Sorkin im Interview, sollte den Bogen schlagen zum 11. September …
(Download HIER)

THE KINDGOM ist ein Actionthriller über eine FBI-Team, das wegen eines Anschlags in Saudi-Arabien ermittelt (dt. OPERATION: KINGDOM). Ganz interessant, dass der Film das Öl-Reich entdeckt und dass und wie und warum er letztlich doch in die Waffengewaltlösung des Genres verfällt … Im Gespräch enthüllt der Drehbuchautor und studierter Politologe Matthew Michael Carnahan (STATE OF PLAY, LIONS FOR LAMBS) unter anderem und vor allem über die Zusammenarbeit bei der Stoffentwicklung mit u.a. echten FBI-Beamten und deren Arbeit. Eine kleine Zensur ist auch drin – um potentiellen Terroristen, die das Podcast HIER hören können, keinen Tipp zu geben …

Zu ihrer Drehbucharbeit für Oliver Stone und seinen Film WORLD TRADE CENTER steht Andrea Berloff HIER Frage und Antwort. Unter anderem darauf, wie das Verhältnis mit den realen Überlebenden war – und das der Film bewusst unpolitisch gehalten wurde, was damals für einige Kritik gesorgt hatte…
Viel Spaß!
02.09.2010
Mit Entsetzen Scherz treiben...
FOUR LIONS (UK 2010)

I.
Die Ausschnitte und Trailer täuschen nicht – so böse und albern verulkt Christopher Morris den (nicht nur) britischen homegrown terrorism durchaus:
Der putzig-tölpelige Fessel (Adeel Akthar) erklärt so treu-doof wie schuldbewusst harmlos, warum es nichts ausmacht, dass er die Unmengen Wasserstoffperoxid immer nur im nahen Laden zusammengekauft hat: Immerhin habe er mit verschiedenen Stimmen gesprochen, mit einer IRA-Stimme, mit einer Frauenstimme (seinen Bart habe er sich dabei natürlich mit den Händen abgedeckt). Immerhin kennt er sich mit seinen Glaubensvorschriften aus – sein Märtyrer-Video will er nur mit einem Karton auf dem Kopf drehen, weil Abbildungen ja verboten sind. Immerhin: ein Geschwader Selbstmordkrähen plant er, in die Türme der Ungläubigen zu schicken; dumm nur, dass sein Testexemplar, das er eben noch aufs Paradies eingeschworen hat, gar nicht groß zum Einsatz kommt: Kaum dass Fessal drei Schritte weg ist, detoniert der Vogel in einem Feuer- oder vielmehr Federball.

Der zweite karikatureske Depp der britischen Freizeit-Mudschaheddin-Gruppe ist Waj (Kayvan Novak). Dass seine AK-47 auf der Videobotschaft zu klein ist (ist ja auch nur ein Modellnachbau), darin sieht er kein Problem, er rückt einfach näher an die Kamera heran, schon wirkt sie größer. Waj ist der tumbe, der kindische Holzkopf, der sich stets sagen lässt und sagen lassen muss, was er zu tun und zu denken hat, ob er auf sein Herz oder seine Hirn hören muss (je nachdem, was ihm davon was gerade sagt). Seine eigenen Islam-Kenntnisse stammen aus einem Kinderbuch, das allerdings nicht ganz gelesen hat: „The Camel Who Went To The Mosque“.

FOUR LIONS ist Klamauk und Satire, eine Posse, die sich ihren Spaß mit netten Fanatikern von Nebenan macht und mit dem großen Weltschrecken der Schläferzellen und al-Qaida-Ableger Unfug treibt, indem er ihn in der Banalität von Reihenhaussiedlungen und Arbeiterstraßen um sich selbst kreisen lässt.
Zugleich aber ist FOUR LIONS eine waschechte Tragikomödie (zumindest ein wenig), denn er erzählt mit seinen Figuren eine fast klassisch zu nennende Geschichte, freilich mit einem Humor, der durch der Art überrascht, mit der er im Hals steckenbleibt. Echte Charaktere und Knallchargen, schwarze Nummernrevue und Handlungs- und Spannungsbogen – das geht ebenso gut wie ebenso schlecht zusammen wie die Ästhetik, die bewusst unentschieden und gerade damit konsequent und originell im Niemandsland zwischen Authentizismus und Inszeniertheit irrlichtert: zwischen dokumentarischer Handkamera, Schnittsprüngen und dem Nachrichten und dem gerade Geschehenen Hinterherschwenken, zugleich mit den traditionellen Schuss-Gegenschuss-Auflösungen der Dialogsituationen und der Vorwegnahme der Ereignisse und Handlungen qua Perspektive. Man kennt solch ein formalistisches Spiel mit der Echtheit z. B. von Lars von Trier, von DOGVILLE und MANDERLAY (bei denen natürlich noch das Abstrakte des Theaters hineindrängt), vor allem aber von Triers genialer Doku-Krankenhaus-Horror-Soap der besonderen Art: GEISTER / RIGET. Wie in FOUR LIONS markierte darin das ästhetische Vexierspiel die inhaltliche, die Genre-Doppelbelichtung.

Fast verleidet das einem den Humor, manchmal; obwohl, vielleicht ist das nur eine Art Wahrnehmungsfehler. Der Humor wird nur in der Rückschau - wie albern und britisch auch immer, unterkühlt, surreal und zugleich gerade deshalb realistisch auf den Punkt - fast zu einer Nebensache, so viel Ernst (so wenig er auch ist) schwingt mit. Diesen Ernst löst Morris nicht ein oder auf, und er birgt zugleich in sich selbst und nicht nur als Tonlage soviel bissige Gemeinheit, fast Zynismus, dass ohnehin Scherz und Bitterkeit ununterscheidbar werden. Es steckt dahinter: Eine Anteilnahme, die – noch gemeiner – wie beiläufig mit den Gags an- und ausgespielt wird. FOUR LIONS kündet mit dieser Haltung und Zuwendung zu seinen Figuren, nicht nur von einer großen Ernsthaftigkeit gegenüber seinen Protagonisten, sondern auch von Problemen im Umgang mit Terrorismus und Fanatismus, die weniger sicherheitspolitischer Natur sind, weniger die Polizei oder die Soziologen betreffen, als uns Zuschauer und Geschichtenerzählte, die wir fast achselzuckend von Morris auf die Fragilität und Unzulänglichkeit unserer Vorstellungsbilder und -muster hingewiesen werden, was ein unheimliches Bisschen unbequem ist.

II.
Eigentlich sind die vier Löwen fünf, jedenfalls zwischenzeitig, bis sich einer von ihnen (samt einem Schaf) versehentlich in die Luft jagt. Und neben Waj und Fessel sind die anderen Figuren keine solchen Witzgestalten.
Da ist der vulgäre, eitle Barry (grandios: Nigel Lindsay), der im breiten Cockney gerne der Anführer wäre, der die Kommandos gibt, gerne kritisiert, der beleidigt ist, weil er nicht mit ins Terror-Camp nach Pakistan darf. Doch sobald er dann mal das Sagen hat, zeigt sich sein wahres Gesicht: Zwei der Mitstreiter, der Brüder, lässt er eklige Dinge machen (was der Filme wohltuender Weise nur über lustig lakonische Dialoge ausspielt). Mit Barry skizziert Morris kurz und prägnant den Typus jenes Terroristen, der seine kleinen perversen Spielchen treibt, der die Arglosigkeit oder geistige Beschränktheit ausnutzt und der den Dschihad-Terrorismus als privates Ego-Spiel betreibt. Barry ist der, der nach unten tritt und nach oben buckelt. Vulgär und laut, roh und aggressiv ist er, aber auch bauernschlau, schamlos, ein Prolet und Sadist, wenn man ihn lässt, und ebenso gut wie hinter der Heimkamera der Dilettanten-Islamisten und mit dem Sprengstoffgürtel im Ninja-Turtel-Kostüm könnte man ihn sich in einer Nazi-Feldwebeluniform oder Skinhead vorstellen, als KGB-Schläger oder gar als Folter-Sergeant des US-Militärs. Barry ist der, der voll bei der Sache ist und dabei nur zufällig diese seine „Sache“ gefunden hat – sprich: es hätte auch eine ganz andere, völlig konträre sein können.

Als es darum geht, was die Terroristen-Zelle mit ihrem mühselig zusammengebrauten Sprengstoff in die Luft jagen wollen (außer sich selbst natürlich), votiert Barry vehement und hartnäckig für die Moschee. Ganz und gar unbequem gerissen ist das Kalkül dahinter: Barry will ein Attentat den Ungläubigen in die Schuhe schieben und die Gemäßigten somit radikalisieren. Er will, was ein bestimmter Schlag von Terroristen immer will: nicht die Geschichte abkürzen, sondern es brennen sehen. FOUR LIONS schlägt aus seiner Idee einige Lacher, so wenn Omar (Riz Ahmed, ROAD TO GUANTANAMO) mit ihm argumentiert, weshalb das ein saudummer Vorschlag sei (z.B. weil es wenig Sinn macht, die Menschen umzubringen, die man zum Aufstand bewegen will), doch die Gegenargumente sind nicht schlüssig, damit auch nicht (mehr) Teil eines humorigen Schlagabtauschs. Mit ihnen bannt der Film die dahintersteckende sardonische Logik nicht. In diesem Moment wird mit einem Entsetzen Scherz getrieben, dem man nicht Herr wird – und schnell wird der London Marathon als Anschlagsziel durchgesetzt.
Eine andere, höchst unbehagliche Szene: Auf einer Podiumsdiskussion wettert und poltert Barry unbekümmert ob seiner Heuchelei gegen Rassismus und Islamophobie, verdreht mit dem Zorn des Gerechten seinen Mitrednern die Worte im Mund, so dass sie als hilflose Opfer ihrer Political Correctness, als Windbeutel der doch kostbaren Werte von Minderheitenschutz und Toleranz dastehen. Er könne doch nicht bestreiten, dass es islamistische Terroristen gäbe, argumentiert die Dame neben ihm, und Barry kontert schamlos: Wenn es sie nicht gäbe, würdet ihr sie erfinden!
Morris führt Barrys Streitgegner dabei nicht vor, macht sie nicht zu lächerlichen Pappkameraden, und gerade dadurch beschleicht einen das Gefühl einer schmerzlichen Ohnmacht; zwischen Stereotypisierung und Vereinnahmung durch Radikale einen sicheren, einfachen und immer gültigen Weg zu finden, das ist unmöglich geworden. FOUR LIONS zeigt das ehrlich, hilflos, aber glasklar.

Auf die Spitze treibt es schließlich ein junger Muslim im Publikum dieser Bürgerversammlung. Er springt auf, bezichtigt all die Politiker und Sozialarbeiter, überhaupt alle Bürger, Weiße, Nicht-Muslime, in ihm ja sowieso nur einen Terroristen zu sehen. Woraufhin er seinen Mantel aufreißt, darunter: ein Sprengstoffgürtel. Entsetzen im Publikum (und es würde nicht verwundern, wenn Morris die ganze Szene nicht in einer BORRAT-ähnlichen Manier vor Unwissenden an einem echten Mehrzweckhallentermin gedreht hätte). Der junge Muslim fängt an zu rappen, ruft schließlich „Allahu Akbar“ – panische Schreie – ein Knall – und Luftschlangen fliegen durch Luft. Der Attentäter freut sich und fühlt sich bestätigt: sie seien ja alle verrückt, haben wirklich gedacht, er sei ein Terrorist. Quod erat demonstrandum. „Maschallah!“ zollt ihm Barry Beifall, und ruft zornig „Polizeistaat!“, als Beamten den selbstgerechten Provokateur hinausschleppen.
Der von Arsher Ali gespielte Hassan wird umgehend von Barry rekrutiert, der ihm aber wegen diesen Mätzchen erst mal den Kopf wäscht, bei seine Ehre packt. So kurz können sie sein, die Wege.

Hassan ist der junge Pop-Muslim, der seine Märtyrer-Botschaft auf dem Video zusammenrappt, wobei mancher Reim nur unter Verbalgewalt zustande kommt. Er zitiert Tupac Shakur, hat eine identitätssuchende Wut im Bauch hat und verwurstet diese zu einem Gotteskrieg, der auch und bitteschön doch Spaß zu machen hat (und machen kann). Ernst kann es ja trotzdem sein, irgendwie, irgendwann. Was dann auch bedeutet, gedankenlos mit der (wohl drogen-) wirren Nachbarin in der konspirativen Wohnung der Terroristen zwischen den Bombenbau-Materialien eine kleine Privatparty zu feiern. Als ihn seine Verschwörer-Kollegen überraschen, kommen sie davon, weil sie von der verplanten Dame für schwul gehalten werden, aber auch Hassan hat noch mal Glück: Er muss die lästige Zeugin doch nicht beseitigen. Einmal mehr nähert sich FOUR LIONS hier der Grenze, an der man die Figuren moralisch zu verlieren droht.

Am weitesten treibt es Morris mit Omar, dem Anführer der Bande. Er ist der Klügste, der Vielschichtigste im Film, die Hauptfigur, und allein, dass ein Film wie FOUR LIONS überhaupt eine Hauptfigur hat, ist nicht selbstverständlich und darüber hinaus sogar ein kleiner Affront.
Auch Omar ist keine allzu große Leuchte: Im Terror-Camp schultert er den Raketenwerfer verkehrt herum, um nicht wie beabsichtigt die herankommende US-Drohne abzuschießen, sondern aus Versehen die weit entfernte Zusammenkunft der Araber und des „Emirs“ (sprich Osama bin Laden). Immerhin, Omar kann Urdu, ist am stärksten verwurzelt. Morris zeigt ihn als jemanden, der sich dereinst, weit vor Beginn des Films wohl ernsthafte Gedanken gemacht um seine Leben, seine Religion, seine Pflicht. Wie es nun dazu geführt hat, dass er jetzt Bombenanschläge plant, spart FOUR LIONS natürlich aus, jedoch ist dieser Rest immer noch da und übrig, echot gruselig nach in der Figur. Am Ende gerät er gar zu einer Art tragischen Figur, der sein Ende mehr aus Verzweiflung und Resignation denn aus Überzeugung findet.
III.
Der schmale virile Omar, mit seinem dünnen Bart und dem einnehmenden Gesicht ist auch der einzige der Terroristen, dem der Film ein Privat- und Arbeitsleben gibt. Mit und über sie, mit Omar als jungem Vater und Ehemann treibt die Satire ihren vielleicht fiesesten Schabernack: Omar hat ein hübsches Haus, eine noch hübschere Frau, die Krankenschwester Sophia (Preeya Kalidas) und einen kleinen Sohn – in dessen Gute-Nacht-Geschichte Papa seinen Auftrag wie das Versagen am Hindukusch mit dem „König der Löwen“ als Beichte vermischt. Statt, wie es erzählerischer Usus ist, Gattin und Sprössling das dschihadistische Freizeitprojekt zu verheimlichen, sie als Ahnungslose oder zumindest Sorgenvolle ob Omars Engagement ebenfalls zu viktimisieren, zeigt Morris sie von vornherein als unbekümmerte Mitwisser. Kritisch führt Omar Sophia die missglückten Videobotschaften seiner Gruppe vor; neben dran sitzt der Sohn und macht Hausarbeiten. Den Höhepunkt dieser satirisch auf den Kopf gestellten Familienglückseligkeit beschreibt punktgenau Kate Taylor (exklusiv hier auf der Sight & Sound-Website):
„The most unsettling character however is Omar’s wife Sophia […], a nurse who is a vision of understanding, supporting her man’s ambitions as if he were planning a trek up Everest. When he falls prey to self-doubt, she encourages him with a casualness that is both chilling and believable: ‚You were loads more fun when you were going to blow yourself up.‘ The subsequent tableau of father, mother and eight-year-old son basking in a moment of warm domestic bliss is held an absurdist beat too long.“
Und einen Tick zu lang, aufrichtig und berührend gerät auch Omars Verabschiedung, wenn er sich verklausuliert als vorgeblicher Krankenwagenfahrer von seiner Frau im Krankenhaus unter den Augen der Polizei, die ihn schon sucht, verabschiedet.

Damit ist’s jedoch immer noch nicht genug: Omar hat zusätzlich einen Bruder, und mit dem fällt auch das letzte so wohlfeil etablierte wie beschützende Bild vom radikal-islamistischen Terroristen. Denn es ist eben dieser Bruder, der der Strenggläubige in der Familie ist. Der im Haus seines Bruders nicht im selben Zimmer sein will wie seine Schwägerin, eine Frau. Der von Omar und Sophia, diesen westlichen, liberalen Muslimen auch prompt veralbert wird. Sie bespritzen ihn mit Wasserpistolen, als er sich ärgert. Gar nicht höhnisch, sind Omar und Sophia, eher liebevoll, neckend. Komm schon, lach doch mal!
Später begegnet Omar ihm und seinen konservativen Glaubensbrüdern im Park, wie sie Fußball spielen. Ein vorsichtiges Angebot, sich ihnen anzuschließen. Doch Omar, gerade in einer Sinnkrise und seiner Terrorzelle verlustig gegangen (deren versöhnendes Zusammenfinden, wie es die Standarddramaturgie hin zum dritten, finalen Akt will, folgt natürlich), ist angeschlagen, keilt aus. Er will seine Zeit nicht mit religiösen Auslegungen verplempern, sondern etwas tun, etwas bewegen... Und mit einem Hieb schlägt FOUR LIONS so den natürliche Konnex zwischen Fundamentalismus und Radikalismus, Terrorismus entzwei.
Natürlich werden dann von der Polizei nicht Omar und die anderen „Löwen“ verhaftet, sondern die strenggläubigen, die sichtbaren Muslime mit ihrer Takke und ihrer „auffälligen“ Frömmigkeit. Wie sollte es auch anders sein; Omar, Fessal, Waj, Barry und Hassan geraten nicht zuletzt auch deshalb zu solchen Komödienfiguren, weil sie sich in ihrer albernen Geheimniskrämerei nicht nur dumm und dümmer bis zur Überzogenheit anstellen, sondern gerade auch, weil von ihnen keiner Notiz nimmt. Sie passen nicht ins Raster oder dürfen es nicht – und ein ganz klein bisschen lässt der Film überlegen, ob dieses Nirgendwohin-Gehören, dem Irgendwo-Sein vielleicht nicht mit eine Grund für diesen Spuk des Terrorismus ist.

FOUR LIONS schlägt in jeder Minute und auf jeder Ebene sein Kapital in bester Douglas-Adams- und Monty-Python-Manier daraus, terroristische und antiterroristische Vernunft und Zwangsläufigkeiten, die sich daraus bildenden Vorstellungen, Schlüsse und Reaktionen sowie ihre Klischees und narrative Formatierung und Bewältigung so stur konsequent zu Ende zu führen, bis sie hohl werden und sich auflösen. Mit zum Witzigsten des Film zählt da die Funkunterhaltung der Scharfschützen, die sachliche debattieren, ob ein Wookie ein Bär sei. Denn einer der Gesuchten, den sie auszuschalten hat, ist als Honey-Monster verkleidet - was sowas sei, wie ein Bär. Und weil einer nun einen Wookie erschossen hat, müsse der ja wohl ein Bär sein. Oder so. Oder irgendwie. Das ist eben nicht nur grotesk, sondern ähnelt mit seiner verqueren Logik und kaschierenden Rationalität erschreckend den Anschlagszieldebatten der Terroristen auf der "Gegenseite".
IV.
Nachtrag:
Opfer-Angehörige der Attentate des 7. Juni 2005, als sich die Rucksackbomber in der Londoner U-Bahn in die Luft jagten und zusammen über 50 Menschen töteten, protestierten gegen FOUR LIONS. Die Satire käme zu früh, so Graham Foulkes, dessen Sohn bei den Anschlägen ums Leben kam.
Dagegen kann und will man schlecht argumentieren, denn Trauer und Wut verlangen zumindest nach dem Recht auf Respekt. Andererseits ist immer jemand betroffen (oder fühlt sich entsprechend), wenn Film von Terrorismus handeln. Auch gegen PARADISE NOW demonstrierten Hinterbliebene von Opfern palästinensischer Suicide-Bomber – derweil dieser Film wiederum von Jack G. Shaheen gelobt wurde, weil er, gegenüber Produktionen wie THE SIEGE oder (selbst-) genügsame Action-Spektakel wie TRUE LIES, Araber und/oder Muslime nicht als reine, eindimensionale Schurken darstellte…
Man kann es also nicht jedem Recht machen – und auch wenn das herzlos gegenüber den echten, direkten oder indirekten Opfern klingt: Man kann und darf darauf nur bis zu einem bestimmten Punkt Rücksicht nehmen – oder besser: muss es erst ab einem gewissen Punkt (z. B. wenn es um die Verunglimpfung von Opfern geht). Vielleicht „trügen“ nämlich die Gefühle, vielleicht ist es besser, Terrorismus und vor allem Terroristen auf kluge Weise durch den Kakao zu ziehen, denn gerade diese behaupten durch ihre Taten eine besondere Ernsthaftigkeit, sind darauf angewiesen. Und in diesem Sinne sind es auch weniger Filmemacher wie Morris, die verletzen – sondern immer und in allererster Linie die Terroristen selbst. Terroristen gerecht zu werden hat nichts damit zu tun, ihren Opfern in irgendeiner Weise (so es denn eine mögliche gibt) Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.
(zyw)

FOUR LIONS noch auf dem Fantasy Film Fest 2010:
München: 03. Sept., 21.30 Uhr, CINEMA
Stuttgart: 04. Sept., 19.15 Uhr, METROPOL 1
Nürnberg: 06. Sept., 19.15 Uhr, CINECITTA' 3
TRAILER

I.
Die Ausschnitte und Trailer täuschen nicht – so böse und albern verulkt Christopher Morris den (nicht nur) britischen homegrown terrorism durchaus:
Der putzig-tölpelige Fessel (Adeel Akthar) erklärt so treu-doof wie schuldbewusst harmlos, warum es nichts ausmacht, dass er die Unmengen Wasserstoffperoxid immer nur im nahen Laden zusammengekauft hat: Immerhin habe er mit verschiedenen Stimmen gesprochen, mit einer IRA-Stimme, mit einer Frauenstimme (seinen Bart habe er sich dabei natürlich mit den Händen abgedeckt). Immerhin kennt er sich mit seinen Glaubensvorschriften aus – sein Märtyrer-Video will er nur mit einem Karton auf dem Kopf drehen, weil Abbildungen ja verboten sind. Immerhin: ein Geschwader Selbstmordkrähen plant er, in die Türme der Ungläubigen zu schicken; dumm nur, dass sein Testexemplar, das er eben noch aufs Paradies eingeschworen hat, gar nicht groß zum Einsatz kommt: Kaum dass Fessal drei Schritte weg ist, detoniert der Vogel in einem Feuer- oder vielmehr Federball.

Der zweite karikatureske Depp der britischen Freizeit-Mudschaheddin-Gruppe ist Waj (Kayvan Novak). Dass seine AK-47 auf der Videobotschaft zu klein ist (ist ja auch nur ein Modellnachbau), darin sieht er kein Problem, er rückt einfach näher an die Kamera heran, schon wirkt sie größer. Waj ist der tumbe, der kindische Holzkopf, der sich stets sagen lässt und sagen lassen muss, was er zu tun und zu denken hat, ob er auf sein Herz oder seine Hirn hören muss (je nachdem, was ihm davon was gerade sagt). Seine eigenen Islam-Kenntnisse stammen aus einem Kinderbuch, das allerdings nicht ganz gelesen hat: „The Camel Who Went To The Mosque“.

FOUR LIONS ist Klamauk und Satire, eine Posse, die sich ihren Spaß mit netten Fanatikern von Nebenan macht und mit dem großen Weltschrecken der Schläferzellen und al-Qaida-Ableger Unfug treibt, indem er ihn in der Banalität von Reihenhaussiedlungen und Arbeiterstraßen um sich selbst kreisen lässt.
Zugleich aber ist FOUR LIONS eine waschechte Tragikomödie (zumindest ein wenig), denn er erzählt mit seinen Figuren eine fast klassisch zu nennende Geschichte, freilich mit einem Humor, der durch der Art überrascht, mit der er im Hals steckenbleibt. Echte Charaktere und Knallchargen, schwarze Nummernrevue und Handlungs- und Spannungsbogen – das geht ebenso gut wie ebenso schlecht zusammen wie die Ästhetik, die bewusst unentschieden und gerade damit konsequent und originell im Niemandsland zwischen Authentizismus und Inszeniertheit irrlichtert: zwischen dokumentarischer Handkamera, Schnittsprüngen und dem Nachrichten und dem gerade Geschehenen Hinterherschwenken, zugleich mit den traditionellen Schuss-Gegenschuss-Auflösungen der Dialogsituationen und der Vorwegnahme der Ereignisse und Handlungen qua Perspektive. Man kennt solch ein formalistisches Spiel mit der Echtheit z. B. von Lars von Trier, von DOGVILLE und MANDERLAY (bei denen natürlich noch das Abstrakte des Theaters hineindrängt), vor allem aber von Triers genialer Doku-Krankenhaus-Horror-Soap der besonderen Art: GEISTER / RIGET. Wie in FOUR LIONS markierte darin das ästhetische Vexierspiel die inhaltliche, die Genre-Doppelbelichtung.

Fast verleidet das einem den Humor, manchmal; obwohl, vielleicht ist das nur eine Art Wahrnehmungsfehler. Der Humor wird nur in der Rückschau - wie albern und britisch auch immer, unterkühlt, surreal und zugleich gerade deshalb realistisch auf den Punkt - fast zu einer Nebensache, so viel Ernst (so wenig er auch ist) schwingt mit. Diesen Ernst löst Morris nicht ein oder auf, und er birgt zugleich in sich selbst und nicht nur als Tonlage soviel bissige Gemeinheit, fast Zynismus, dass ohnehin Scherz und Bitterkeit ununterscheidbar werden. Es steckt dahinter: Eine Anteilnahme, die – noch gemeiner – wie beiläufig mit den Gags an- und ausgespielt wird. FOUR LIONS kündet mit dieser Haltung und Zuwendung zu seinen Figuren, nicht nur von einer großen Ernsthaftigkeit gegenüber seinen Protagonisten, sondern auch von Problemen im Umgang mit Terrorismus und Fanatismus, die weniger sicherheitspolitischer Natur sind, weniger die Polizei oder die Soziologen betreffen, als uns Zuschauer und Geschichtenerzählte, die wir fast achselzuckend von Morris auf die Fragilität und Unzulänglichkeit unserer Vorstellungsbilder und -muster hingewiesen werden, was ein unheimliches Bisschen unbequem ist.

II.
Eigentlich sind die vier Löwen fünf, jedenfalls zwischenzeitig, bis sich einer von ihnen (samt einem Schaf) versehentlich in die Luft jagt. Und neben Waj und Fessel sind die anderen Figuren keine solchen Witzgestalten.
Da ist der vulgäre, eitle Barry (grandios: Nigel Lindsay), der im breiten Cockney gerne der Anführer wäre, der die Kommandos gibt, gerne kritisiert, der beleidigt ist, weil er nicht mit ins Terror-Camp nach Pakistan darf. Doch sobald er dann mal das Sagen hat, zeigt sich sein wahres Gesicht: Zwei der Mitstreiter, der Brüder, lässt er eklige Dinge machen (was der Filme wohltuender Weise nur über lustig lakonische Dialoge ausspielt). Mit Barry skizziert Morris kurz und prägnant den Typus jenes Terroristen, der seine kleinen perversen Spielchen treibt, der die Arglosigkeit oder geistige Beschränktheit ausnutzt und der den Dschihad-Terrorismus als privates Ego-Spiel betreibt. Barry ist der, der nach unten tritt und nach oben buckelt. Vulgär und laut, roh und aggressiv ist er, aber auch bauernschlau, schamlos, ein Prolet und Sadist, wenn man ihn lässt, und ebenso gut wie hinter der Heimkamera der Dilettanten-Islamisten und mit dem Sprengstoffgürtel im Ninja-Turtel-Kostüm könnte man ihn sich in einer Nazi-Feldwebeluniform oder Skinhead vorstellen, als KGB-Schläger oder gar als Folter-Sergeant des US-Militärs. Barry ist der, der voll bei der Sache ist und dabei nur zufällig diese seine „Sache“ gefunden hat – sprich: es hätte auch eine ganz andere, völlig konträre sein können.

Als es darum geht, was die Terroristen-Zelle mit ihrem mühselig zusammengebrauten Sprengstoff in die Luft jagen wollen (außer sich selbst natürlich), votiert Barry vehement und hartnäckig für die Moschee. Ganz und gar unbequem gerissen ist das Kalkül dahinter: Barry will ein Attentat den Ungläubigen in die Schuhe schieben und die Gemäßigten somit radikalisieren. Er will, was ein bestimmter Schlag von Terroristen immer will: nicht die Geschichte abkürzen, sondern es brennen sehen. FOUR LIONS schlägt aus seiner Idee einige Lacher, so wenn Omar (Riz Ahmed, ROAD TO GUANTANAMO) mit ihm argumentiert, weshalb das ein saudummer Vorschlag sei (z.B. weil es wenig Sinn macht, die Menschen umzubringen, die man zum Aufstand bewegen will), doch die Gegenargumente sind nicht schlüssig, damit auch nicht (mehr) Teil eines humorigen Schlagabtauschs. Mit ihnen bannt der Film die dahintersteckende sardonische Logik nicht. In diesem Moment wird mit einem Entsetzen Scherz getrieben, dem man nicht Herr wird – und schnell wird der London Marathon als Anschlagsziel durchgesetzt.
Eine andere, höchst unbehagliche Szene: Auf einer Podiumsdiskussion wettert und poltert Barry unbekümmert ob seiner Heuchelei gegen Rassismus und Islamophobie, verdreht mit dem Zorn des Gerechten seinen Mitrednern die Worte im Mund, so dass sie als hilflose Opfer ihrer Political Correctness, als Windbeutel der doch kostbaren Werte von Minderheitenschutz und Toleranz dastehen. Er könne doch nicht bestreiten, dass es islamistische Terroristen gäbe, argumentiert die Dame neben ihm, und Barry kontert schamlos: Wenn es sie nicht gäbe, würdet ihr sie erfinden!
Morris führt Barrys Streitgegner dabei nicht vor, macht sie nicht zu lächerlichen Pappkameraden, und gerade dadurch beschleicht einen das Gefühl einer schmerzlichen Ohnmacht; zwischen Stereotypisierung und Vereinnahmung durch Radikale einen sicheren, einfachen und immer gültigen Weg zu finden, das ist unmöglich geworden. FOUR LIONS zeigt das ehrlich, hilflos, aber glasklar.

Auf die Spitze treibt es schließlich ein junger Muslim im Publikum dieser Bürgerversammlung. Er springt auf, bezichtigt all die Politiker und Sozialarbeiter, überhaupt alle Bürger, Weiße, Nicht-Muslime, in ihm ja sowieso nur einen Terroristen zu sehen. Woraufhin er seinen Mantel aufreißt, darunter: ein Sprengstoffgürtel. Entsetzen im Publikum (und es würde nicht verwundern, wenn Morris die ganze Szene nicht in einer BORRAT-ähnlichen Manier vor Unwissenden an einem echten Mehrzweckhallentermin gedreht hätte). Der junge Muslim fängt an zu rappen, ruft schließlich „Allahu Akbar“ – panische Schreie – ein Knall – und Luftschlangen fliegen durch Luft. Der Attentäter freut sich und fühlt sich bestätigt: sie seien ja alle verrückt, haben wirklich gedacht, er sei ein Terrorist. Quod erat demonstrandum. „Maschallah!“ zollt ihm Barry Beifall, und ruft zornig „Polizeistaat!“, als Beamten den selbstgerechten Provokateur hinausschleppen.
Der von Arsher Ali gespielte Hassan wird umgehend von Barry rekrutiert, der ihm aber wegen diesen Mätzchen erst mal den Kopf wäscht, bei seine Ehre packt. So kurz können sie sein, die Wege.

Hassan ist der junge Pop-Muslim, der seine Märtyrer-Botschaft auf dem Video zusammenrappt, wobei mancher Reim nur unter Verbalgewalt zustande kommt. Er zitiert Tupac Shakur, hat eine identitätssuchende Wut im Bauch hat und verwurstet diese zu einem Gotteskrieg, der auch und bitteschön doch Spaß zu machen hat (und machen kann). Ernst kann es ja trotzdem sein, irgendwie, irgendwann. Was dann auch bedeutet, gedankenlos mit der (wohl drogen-) wirren Nachbarin in der konspirativen Wohnung der Terroristen zwischen den Bombenbau-Materialien eine kleine Privatparty zu feiern. Als ihn seine Verschwörer-Kollegen überraschen, kommen sie davon, weil sie von der verplanten Dame für schwul gehalten werden, aber auch Hassan hat noch mal Glück: Er muss die lästige Zeugin doch nicht beseitigen. Einmal mehr nähert sich FOUR LIONS hier der Grenze, an der man die Figuren moralisch zu verlieren droht.

Am weitesten treibt es Morris mit Omar, dem Anführer der Bande. Er ist der Klügste, der Vielschichtigste im Film, die Hauptfigur, und allein, dass ein Film wie FOUR LIONS überhaupt eine Hauptfigur hat, ist nicht selbstverständlich und darüber hinaus sogar ein kleiner Affront.
Auch Omar ist keine allzu große Leuchte: Im Terror-Camp schultert er den Raketenwerfer verkehrt herum, um nicht wie beabsichtigt die herankommende US-Drohne abzuschießen, sondern aus Versehen die weit entfernte Zusammenkunft der Araber und des „Emirs“ (sprich Osama bin Laden). Immerhin, Omar kann Urdu, ist am stärksten verwurzelt. Morris zeigt ihn als jemanden, der sich dereinst, weit vor Beginn des Films wohl ernsthafte Gedanken gemacht um seine Leben, seine Religion, seine Pflicht. Wie es nun dazu geführt hat, dass er jetzt Bombenanschläge plant, spart FOUR LIONS natürlich aus, jedoch ist dieser Rest immer noch da und übrig, echot gruselig nach in der Figur. Am Ende gerät er gar zu einer Art tragischen Figur, der sein Ende mehr aus Verzweiflung und Resignation denn aus Überzeugung findet.
III.
Der schmale virile Omar, mit seinem dünnen Bart und dem einnehmenden Gesicht ist auch der einzige der Terroristen, dem der Film ein Privat- und Arbeitsleben gibt. Mit und über sie, mit Omar als jungem Vater und Ehemann treibt die Satire ihren vielleicht fiesesten Schabernack: Omar hat ein hübsches Haus, eine noch hübschere Frau, die Krankenschwester Sophia (Preeya Kalidas) und einen kleinen Sohn – in dessen Gute-Nacht-Geschichte Papa seinen Auftrag wie das Versagen am Hindukusch mit dem „König der Löwen“ als Beichte vermischt. Statt, wie es erzählerischer Usus ist, Gattin und Sprössling das dschihadistische Freizeitprojekt zu verheimlichen, sie als Ahnungslose oder zumindest Sorgenvolle ob Omars Engagement ebenfalls zu viktimisieren, zeigt Morris sie von vornherein als unbekümmerte Mitwisser. Kritisch führt Omar Sophia die missglückten Videobotschaften seiner Gruppe vor; neben dran sitzt der Sohn und macht Hausarbeiten. Den Höhepunkt dieser satirisch auf den Kopf gestellten Familienglückseligkeit beschreibt punktgenau Kate Taylor (exklusiv hier auf der Sight & Sound-Website):
„The most unsettling character however is Omar’s wife Sophia […], a nurse who is a vision of understanding, supporting her man’s ambitions as if he were planning a trek up Everest. When he falls prey to self-doubt, she encourages him with a casualness that is both chilling and believable: ‚You were loads more fun when you were going to blow yourself up.‘ The subsequent tableau of father, mother and eight-year-old son basking in a moment of warm domestic bliss is held an absurdist beat too long.“
Und einen Tick zu lang, aufrichtig und berührend gerät auch Omars Verabschiedung, wenn er sich verklausuliert als vorgeblicher Krankenwagenfahrer von seiner Frau im Krankenhaus unter den Augen der Polizei, die ihn schon sucht, verabschiedet.

Damit ist’s jedoch immer noch nicht genug: Omar hat zusätzlich einen Bruder, und mit dem fällt auch das letzte so wohlfeil etablierte wie beschützende Bild vom radikal-islamistischen Terroristen. Denn es ist eben dieser Bruder, der der Strenggläubige in der Familie ist. Der im Haus seines Bruders nicht im selben Zimmer sein will wie seine Schwägerin, eine Frau. Der von Omar und Sophia, diesen westlichen, liberalen Muslimen auch prompt veralbert wird. Sie bespritzen ihn mit Wasserpistolen, als er sich ärgert. Gar nicht höhnisch, sind Omar und Sophia, eher liebevoll, neckend. Komm schon, lach doch mal!
Später begegnet Omar ihm und seinen konservativen Glaubensbrüdern im Park, wie sie Fußball spielen. Ein vorsichtiges Angebot, sich ihnen anzuschließen. Doch Omar, gerade in einer Sinnkrise und seiner Terrorzelle verlustig gegangen (deren versöhnendes Zusammenfinden, wie es die Standarddramaturgie hin zum dritten, finalen Akt will, folgt natürlich), ist angeschlagen, keilt aus. Er will seine Zeit nicht mit religiösen Auslegungen verplempern, sondern etwas tun, etwas bewegen... Und mit einem Hieb schlägt FOUR LIONS so den natürliche Konnex zwischen Fundamentalismus und Radikalismus, Terrorismus entzwei.
Natürlich werden dann von der Polizei nicht Omar und die anderen „Löwen“ verhaftet, sondern die strenggläubigen, die sichtbaren Muslime mit ihrer Takke und ihrer „auffälligen“ Frömmigkeit. Wie sollte es auch anders sein; Omar, Fessal, Waj, Barry und Hassan geraten nicht zuletzt auch deshalb zu solchen Komödienfiguren, weil sie sich in ihrer albernen Geheimniskrämerei nicht nur dumm und dümmer bis zur Überzogenheit anstellen, sondern gerade auch, weil von ihnen keiner Notiz nimmt. Sie passen nicht ins Raster oder dürfen es nicht – und ein ganz klein bisschen lässt der Film überlegen, ob dieses Nirgendwohin-Gehören, dem Irgendwo-Sein vielleicht nicht mit eine Grund für diesen Spuk des Terrorismus ist.

FOUR LIONS schlägt in jeder Minute und auf jeder Ebene sein Kapital in bester Douglas-Adams- und Monty-Python-Manier daraus, terroristische und antiterroristische Vernunft und Zwangsläufigkeiten, die sich daraus bildenden Vorstellungen, Schlüsse und Reaktionen sowie ihre Klischees und narrative Formatierung und Bewältigung so stur konsequent zu Ende zu führen, bis sie hohl werden und sich auflösen. Mit zum Witzigsten des Film zählt da die Funkunterhaltung der Scharfschützen, die sachliche debattieren, ob ein Wookie ein Bär sei. Denn einer der Gesuchten, den sie auszuschalten hat, ist als Honey-Monster verkleidet - was sowas sei, wie ein Bär. Und weil einer nun einen Wookie erschossen hat, müsse der ja wohl ein Bär sein. Oder so. Oder irgendwie. Das ist eben nicht nur grotesk, sondern ähnelt mit seiner verqueren Logik und kaschierenden Rationalität erschreckend den Anschlagszieldebatten der Terroristen auf der "Gegenseite".
IV.
Nachtrag:
Opfer-Angehörige der Attentate des 7. Juni 2005, als sich die Rucksackbomber in der Londoner U-Bahn in die Luft jagten und zusammen über 50 Menschen töteten, protestierten gegen FOUR LIONS. Die Satire käme zu früh, so Graham Foulkes, dessen Sohn bei den Anschlägen ums Leben kam.
Dagegen kann und will man schlecht argumentieren, denn Trauer und Wut verlangen zumindest nach dem Recht auf Respekt. Andererseits ist immer jemand betroffen (oder fühlt sich entsprechend), wenn Film von Terrorismus handeln. Auch gegen PARADISE NOW demonstrierten Hinterbliebene von Opfern palästinensischer Suicide-Bomber – derweil dieser Film wiederum von Jack G. Shaheen gelobt wurde, weil er, gegenüber Produktionen wie THE SIEGE oder (selbst-) genügsame Action-Spektakel wie TRUE LIES, Araber und/oder Muslime nicht als reine, eindimensionale Schurken darstellte…
Man kann es also nicht jedem Recht machen – und auch wenn das herzlos gegenüber den echten, direkten oder indirekten Opfern klingt: Man kann und darf darauf nur bis zu einem bestimmten Punkt Rücksicht nehmen – oder besser: muss es erst ab einem gewissen Punkt (z. B. wenn es um die Verunglimpfung von Opfern geht). Vielleicht „trügen“ nämlich die Gefühle, vielleicht ist es besser, Terrorismus und vor allem Terroristen auf kluge Weise durch den Kakao zu ziehen, denn gerade diese behaupten durch ihre Taten eine besondere Ernsthaftigkeit, sind darauf angewiesen. Und in diesem Sinne sind es auch weniger Filmemacher wie Morris, die verletzen – sondern immer und in allererster Linie die Terroristen selbst. Terroristen gerecht zu werden hat nichts damit zu tun, ihren Opfern in irgendeiner Weise (so es denn eine mögliche gibt) Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.
(zyw)

FOUR LIONS noch auf dem Fantasy Film Fest 2010:
München: 03. Sept., 21.30 Uhr, CINEMA
Stuttgart: 04. Sept., 19.15 Uhr, METROPOL 1
Nürnberg: 06. Sept., 19.15 Uhr, CINECITTA' 3
TRAILER
13.08.2010
CARLOS im Kino und FOUR LIONS auf dem FFF
Olivier Assayas CARLOS - DER SCHAKAL kommt am 4. November 2010 in der auf Spielfilmlänge in Deutschland ins Kino. Daneben wird wohl die dreiteilige TV-Langfassung in ausgesuchten Lichtspielhäusern zu sehen sein.
Auf DVD ist der Drei-Stunden-Biographie des internationalen Terroristen ist freilich bereits in Frankreich erschienen.
Die aktuelle Ausgabe des STERN (Nr. 33/2010) bringt ein Interview mit dem in Frankreich einsitzenden Carlos, worin dieser sich über die seines Erachtens mangelnde Faktentreue beschwert und selbst ein eher fragwürdiges Bild z.B. der OPEC-Geiselnahme präsentiert.
<<<<<<<<<<<<<<<<<<
FOUR LIONS, der wie HIER angekündigt auf dem durch Deutschland tourenden Fantasy Film Fest zu sehen sein wird, gibt es in folgenden Städten zu folgenden Terminen zu sehen:
Berlin: 19. Aug. um 13.00 Uhr im CINESTAR 7. Und am 20 Aug. um 19.15 uhr im CINEMAXX 7
Hamburg: 23. Aug., 21.30 Uhr, CINEMAXX 3
Köln: 28. Aug., 17.00 Uhr, CINEDOM 9
Frankfurt a. M.: 30 Aug., 19.15 Uhr, METROPOLIS 8
Hannover: 01. Sept., 21.30 Uhr, CINEMAXX 10
München: 03. Sept., 21.30 Uhr, CINEMA
Stuttgart: 04. Sept., 19.15 Uhr, METROPOL 1
Nürnberg: 06. Sept., 19.15 Uhr, CINECITTA' 3
Terrorismus & Film wird beim Termin in Frankfurt sein.
Auf DVD ist der Drei-Stunden-Biographie des internationalen Terroristen ist freilich bereits in Frankreich erschienen.
Die aktuelle Ausgabe des STERN (Nr. 33/2010) bringt ein Interview mit dem in Frankreich einsitzenden Carlos, worin dieser sich über die seines Erachtens mangelnde Faktentreue beschwert und selbst ein eher fragwürdiges Bild z.B. der OPEC-Geiselnahme präsentiert.
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FOUR LIONS, der wie HIER angekündigt auf dem durch Deutschland tourenden Fantasy Film Fest zu sehen sein wird, gibt es in folgenden Städten zu folgenden Terminen zu sehen:
Berlin: 19. Aug. um 13.00 Uhr im CINESTAR 7. Und am 20 Aug. um 19.15 uhr im CINEMAXX 7
Hamburg: 23. Aug., 21.30 Uhr, CINEMAXX 3
Köln: 28. Aug., 17.00 Uhr, CINEDOM 9
Frankfurt a. M.: 30 Aug., 19.15 Uhr, METROPOLIS 8
Hannover: 01. Sept., 21.30 Uhr, CINEMAXX 10
München: 03. Sept., 21.30 Uhr, CINEMA
Stuttgart: 04. Sept., 19.15 Uhr, METROPOL 1
Nürnberg: 06. Sept., 19.15 Uhr, CINECITTA' 3
Terrorismus & Film wird beim Termin in Frankfurt sein.
27.07.2010
FOUR LIONS auf dem Fantasy Filmfest

In Berlin startet am 17. August dieses Jahr erneut das Fantasy Filmfest. Bis zum September tourt das vor allem auf den Bereich Horror spezialisierte Festival durch acht deutsche Städte – und präsentiert dabei auch ein besonderes „Schmankerl“, die schräge Terrorismus-Komödie FOUR LIONS.
Der satirische Film von Christopher Morris folgt einer Gruppe britischer Homegrown-Jihadis als naiv-trotteligen Culture-Clash-Terroristen auf dem Weg von Sheffield über das Gotteskrieger-Trainingscamp in Pakistan bis zum Finale in London, wo die Selbstmordbomber in ulkigen Kostümen ihre „Pflicht“ tun wollen.

Als schwarzhumorige Farce bietet FOUR LIONS nicht nur besonders clevere Konspirationstricks und perfide Terror-Taktiken wie explodierende Krähen: Auf der Ebene der gar nicht mal unsympathisch gezeichneten Figuren schlägt der Film seine Funken vor allem aus der Reibung zwischen popkultureller Sozialisation, westlich-säkularem Alltags-Achselzucken gegenüber jedweder ideologischer Verpflichtung und – auf der anderen Seite – dem islamistischen Fanatismus, dem es gilt, sein Leben zu opfern. Dass und wie sich hier heiliger Ernst mit unbekümmertem Aktionismus paart, ist schon besonderer britischer Humor.
Übrigens: Der Guantanamo-Häftling und angeblicher britisch-pakistanische al-Qaida-Trainee Moazamm Begg hat das Drehbuch von Morris, Sam Bain und Jesse Armstrong vorab gelesen und bekam eine eigene Vorführung des Films. Eine sonderliche Verunglimpfung von britischen Muslimen konnte er nicht erkennen.

Wann FOUR LIONS jeweils in den Fantasy-Filmfest-Städten Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt a.M., Hannover, München, Stuttgart und Nürnberg zu sehen sein wird, erfahren Sie demnächst auf der Website des Festivals: www.fantasyfilmfest.com.
Einen Trailer gibt es jetzt schon HIER zu sehen, einen großartiger Ausschnitt HIER. Und HIER noch eine Szene, die das Problem des Bilderverbots im Zusammenhang mit Videobotschaften auf besondere Weise reflektiert.
(zyw)
19.07.2010
Fake Osama Bin Laden comedy from Bollywood

After FOUR LIONS mocking the „career steps” of home grown jihadis there is another terrorist comedy coming up, this time from India: TERE BIN LADEN is about a young Pakistani Ali Hassan (Ali Zafar) struggling unsuccessfully to migrate to the U.S.A. Finally the news reporter ends up with an ingenious idea: With the equipment of his rundown TV channel and an Osama Bin Laden look-alike (Pradhuman Singh) he fakes one of the notorious al-Qa'ida (figure-) head’s video statements to create a scoop. Little did he know that the U.S. government takes his little spoof pretty serious so Ali ends up with the American intelligence service at his heels.
Directed by debutant Abhishek Sharma the Bollywood-style movie got some attention: Accoding to some news items the production company Walkwater Media received threatening letters accordingly accusing of supporting osama Bin laden and terrorism. Which of course could also be an advertising stunt.
Pakistan's film censor board banned the film (as it mostly happens to Indian movies), deciding that, "because of the bin Laden connection, the movie could trigger terrorist attacks in a nation already suffering from them".
TERE BIN LADEN lines up in a long tradition of comedies dealing with the particular relation between media, constructed media reality and terrorism - see WRONG IS WRIGHT (USA 1982), WAG THE DOG (USA 1997) - or french ENVOYÉS TRÈS SPÉCIAUX (F 2009) about two radio correspondents sending their Iraq features from a Parisian flat after loosing their travel money and becoming heroes of the nation when they are thought of being taken hostage by radicals.
You find the trailer of TERE BIN LADEN on YouTube HERE.
(Tanks to Christian Krauß for the hint!)
04.02.2009
Filmliste (alphabetisch)
Hier finden Sie eine (unvöllständige) Liste von Filmen zu und über Terrorismus.
Die Liste wird fortlaufend ergänzt.
Stand: 28. Dezember 2011
A
AAMIR (IND 2008, R: Gupta, Raj Kumar)
AFFÄRE ALDO MORO, DIE -> sh. CASO MORO, IL
AIR FORCE ONE (USA/D 1997, R: Petersen, Wolfgang)
Alles für meinen Vater -> SOF SHAVUA B'TEL AVI
ANWÄLTE, DIE (D 2009, R: Schulz, Petra)
A WEDNESDAY (IND 2008, R: Pandey, Neeraj)
B
BAADER (D/UK 2002, R: Roth, Christopher)
BAADER MEINHOF KOMPLEX, DER (D/F/CZ 2008)
BADAL (IND 2000, R: Kanwar, Raj)
BATTAGLIA DI ALGERI, LA (dt. SCHLACHT UM ALGIER, DIE) (I/ALG 1966)
BATTLE OF ALGIER, THE -> sh. BATTAGLIA DI ALGERI, LA
BLACK & WHITE (IND 2008, Ghai, Subhash)
BLACK FRIDAY (IND 2004, R: Kashyap, Anurag)
BLACK SUNDAY (dt. SCHWARZER SONNTAG) (USA 1977, R: Frankenheimer, John)
BODY OF LIES (dt. DER MANN, DER NIEMALS LEBTE) (USA 2008, R: Scott, Ridley)
BRAZIL (UK 1995, R: Gilliam, Terry)
BUONGIORNO, NOTTE (dt. GUTEN MORGEN, NACHT) (I 2003, R: Bellochio, Marco)
BYE BYE BERLUSCONI! (D 2004, R: Stahlberg, Jan Henrik)
C
CARLOS (F/D 2010, R: Assayas, Olivier)
CARLOS EL TERRORISTA (MEX 1979, R: Cardona Jr., René)
CASO MORO, IL (I 1986, R: Ferrara, Giuseppe )
CAVITE (USA/RP 2005, R: Llana, Neill Dela; Gamazon, Ian)
CHILDREN OF MEN (JP/UK/USA 2006, R: Cuarón, Alfonso)
CHINESIN, DIE -> sh. CHINOISE, LA
CHINOISE, LA (dt. CHINESIN, DIE) (F 19967, R: Godard, Jean-Luc)
CIVIC DUTY (UK/USA/CAN 2006, R: Renfroe, Jeff)
CONTRACT (IND 2008, R: Verma, Ram Gopal)
CRYING GAME, THE (UK/JAP 1992, R: JORDAN, NEIL)
D
DELTA FORCE, THE (dt. DELTA FORCE) (USA/ISR 1986, R: Golan, Menahem)
DEVIL'S OWN, THE (dt. VERTRAUTER FEIND) (USA 1997, R: Pakula, Alan J.)
DIL SE (IND 1998, R: Ratnam, Mani)
E
ES KOMMT DER TAG (D/F 2009, R: Schneider, Susann)
F
FANAA (IND 2006, R: Kohli, Kunal)
FLUGTEN (DK 2009, R: Kathrine Windfeld)
FOUR DAYS IN SEPTEMBER -> sh. O QUE É ISSO, COMPANHEIRO?
G
GUTEN MORGEN, NACHT -> sh. BUONGIORNO, NOTTE
H
HUNGER (UK/IRL 2008, R: McQueen, Steve)
I
INFINITE JUSTICE (UK 2006, R: Dehlavi, Jamil)
M
FIFTY DEAD MEN WALKING (UK/CAN 2008, R: Skogland, Kari)
FIVE FINGERS (USA 2006, Malkin, Laurence)
FIVE MINUTES OF HEAVEN (UK 2009, R: Hirschbiegl, Oliver)
FOUR LIONS (UK 2010, R: Morris, Christopher)
FLAMMEN AM HORIZONT -> sh. WRONG IS WRIGHT
FLUG 93 -> sh. UNITED 93
FREMDER FREUND (D 2003, R: Fischer, Elmar)
L
LIBELLE, DIE -> sh. LITTLE DRUMMER GIRL, THE
LITTLE DRUMMER GIRL, THE (dt. LIBELLE, DIE) (USA 1984, R: Hill, George Roy)
LOBO, EL (ESP 2004, R: Courtois, Miguel)
P
PARADISE NOW (PAL/F/D/NL/ISR 2005; Abu-Assad, Hany)
PATTY HEARST (UK/USA 1988; Schrader, Paul)
M
MAACHIS (IND 1996; R: Gulzar (= Sampooran Singh Kalra))
MACHTLOS -> sh. RENDITION
MANN, DER NIEMALS LEBTE, DER -> s. BODY OF LIES
MUMBAI MERI JAAN (IND 2008, R: Kamat, Nishikant)
MUNICH (USA 2005, R: Spielberg, Steven)
MÜNCHEN -> sh. MUNICH
N
NADA (F/I 1974, R: Godard, Jean-Luc)
O
O QUE É ISSO, COMPANHEIRO? (BRZ/USA 1997, R: Barreto, Bruno)
P
PARADISE NOW (PAL/F/D/NL/ISR 2005, R: Abu-Hassad, Hany)
PATRIOT GAMES (dt. STUNDE DER PATRIOTEN) (USA 1992, R: Noyce, Philip)
R
RACHIDA (DZ/F 2002, R: Bachir-Chouikh, Yamina)
RENDITION (dt. MACHTLOS) (USA 2007, R: Hood, Gavin)
ROJA (IND 1992, R: Ratnam, Mani)
S
SCHATTENWELT (D 2008, R: Walter, Connie)
SCHLACHT UM ALGIER, DIE -> sh. BATTAGLIA DI ALGERI, LA
SCHWARZER SONNTAG -> sh. BLACK SUNDAY
SHOOT ON SIGHT (USA/UK 2007, R: Mundhra, Jag)
SIEGE, THE (dt.: AUSNAHMEZUSTAND) (USA 1998, R: Zwick, Edward)
SOF SHAVUA B'TEL AVI (dt.: Alles für meinen Vater) (D/ISR 2008; R: Dror Zahavi)
STILLE NACH DEM SCHUSS, DIE (D 2000, R: Schlöndorff, Volker)
STUNDE DER PATRIOTEN -> sh. PATRIOT GAMES
SYRIANA (USA 2005, R: Gaghan, Stephen)
T
TAHAAN / TAHAAN: A BOY WITH A GRENADE (engl. Festivaltitel) (IND 2008, R: Shivan, Santos)
TERE BIN LADEN (IND 2010, R: Sharma, Abhishek)
TERRORISTEN!, DIE (D 1992 Gröning, Philip)
THEEVIRAVAATHI / THE TERRORIST
TITANIC TOWN (UK 1998, R: Mchel, Roger)
TRAITOR (USA 2008, R: Nachmanoff, Jeffrey)
U
UNITED 93 (dt. FLUG 93) (F/UK/USA, R: Greengrass, Paul)
UNTHINKABLE (USA 2010; R: Jordan, Gregor)
V
V FOR VENDETTA (USA/UK/D 2006; R: McTeigue, James)
VERTRAUTER FEIND -> sh. DEVIL'S OWN, THE
W
WAR WITHIN, THE (USA 2005, R: Castelo, Joseph)
WER WENN NICHT WIR (D 2011, R: Veiel, Andres)
WHERE IN THE WORLD IS OSAMA BIN LADEN? (F/USA 2008; R: Spurlock, Morgan)
WOLF, DER -> sh. LOBO, EL
WRONG IS WRIGHT (dt. FLAMMEN AM HORIZONT) (USA 1982, R: Brooks, Richard)
Z
ZAMEEN (IND 2003, R: Shetty, Rohit)
Die Liste wird fortlaufend ergänzt.
Stand: 28. Dezember 2011
A
AAMIR (IND 2008, R: Gupta, Raj Kumar)
AFFÄRE ALDO MORO, DIE -> sh. CASO MORO, IL
AIR FORCE ONE (USA/D 1997, R: Petersen, Wolfgang)
Alles für meinen Vater -> SOF SHAVUA B'TEL AVI
ANWÄLTE, DIE (D 2009, R: Schulz, Petra)
A WEDNESDAY (IND 2008, R: Pandey, Neeraj)
B
BAADER (D/UK 2002, R: Roth, Christopher)
BAADER MEINHOF KOMPLEX, DER (D/F/CZ 2008)
BADAL (IND 2000, R: Kanwar, Raj)
BATTAGLIA DI ALGERI, LA (dt. SCHLACHT UM ALGIER, DIE) (I/ALG 1966)
BATTLE OF ALGIER, THE -> sh. BATTAGLIA DI ALGERI, LA
BLACK & WHITE (IND 2008, Ghai, Subhash)
BLACK FRIDAY (IND 2004, R: Kashyap, Anurag)
BLACK SUNDAY (dt. SCHWARZER SONNTAG) (USA 1977, R: Frankenheimer, John)
BODY OF LIES (dt. DER MANN, DER NIEMALS LEBTE) (USA 2008, R: Scott, Ridley)
BRAZIL (UK 1995, R: Gilliam, Terry)
BUONGIORNO, NOTTE (dt. GUTEN MORGEN, NACHT) (I 2003, R: Bellochio, Marco)
BYE BYE BERLUSCONI! (D 2004, R: Stahlberg, Jan Henrik)
C
CARLOS (F/D 2010, R: Assayas, Olivier)
CARLOS EL TERRORISTA (MEX 1979, R: Cardona Jr., René)
CASO MORO, IL (I 1986, R: Ferrara, Giuseppe )
CAVITE (USA/RP 2005, R: Llana, Neill Dela; Gamazon, Ian)
CHILDREN OF MEN (JP/UK/USA 2006, R: Cuarón, Alfonso)
CHINESIN, DIE -> sh. CHINOISE, LA
CHINOISE, LA (dt. CHINESIN, DIE) (F 19967, R: Godard, Jean-Luc)
CIVIC DUTY (UK/USA/CAN 2006, R: Renfroe, Jeff)
CONTRACT (IND 2008, R: Verma, Ram Gopal)
CRYING GAME, THE (UK/JAP 1992, R: JORDAN, NEIL)
D
DELTA FORCE, THE (dt. DELTA FORCE) (USA/ISR 1986, R: Golan, Menahem)
DEVIL'S OWN, THE (dt. VERTRAUTER FEIND) (USA 1997, R: Pakula, Alan J.)
DIL SE (IND 1998, R: Ratnam, Mani)
E
ES KOMMT DER TAG (D/F 2009, R: Schneider, Susann)
F
FANAA (IND 2006, R: Kohli, Kunal)
FLUGTEN (DK 2009, R: Kathrine Windfeld)
FOUR DAYS IN SEPTEMBER -> sh. O QUE É ISSO, COMPANHEIRO?
G
GUTEN MORGEN, NACHT -> sh. BUONGIORNO, NOTTE
H
HUNGER (UK/IRL 2008, R: McQueen, Steve)
I
INFINITE JUSTICE (UK 2006, R: Dehlavi, Jamil)
M
FIFTY DEAD MEN WALKING (UK/CAN 2008, R: Skogland, Kari)
FIVE FINGERS (USA 2006, Malkin, Laurence)
FIVE MINUTES OF HEAVEN (UK 2009, R: Hirschbiegl, Oliver)
FOUR LIONS (UK 2010, R: Morris, Christopher)
FLAMMEN AM HORIZONT -> sh. WRONG IS WRIGHT
FLUG 93 -> sh. UNITED 93
FREMDER FREUND (D 2003, R: Fischer, Elmar)
L
LIBELLE, DIE -> sh. LITTLE DRUMMER GIRL, THE
LITTLE DRUMMER GIRL, THE (dt. LIBELLE, DIE) (USA 1984, R: Hill, George Roy)
LOBO, EL (ESP 2004, R: Courtois, Miguel)
P
PARADISE NOW (PAL/F/D/NL/ISR 2005; Abu-Assad, Hany)
PATTY HEARST (UK/USA 1988; Schrader, Paul)
M
MAACHIS (IND 1996; R: Gulzar (= Sampooran Singh Kalra))
MACHTLOS -> sh. RENDITION
MANN, DER NIEMALS LEBTE, DER -> s. BODY OF LIES
MUMBAI MERI JAAN (IND 2008, R: Kamat, Nishikant)
MUNICH (USA 2005, R: Spielberg, Steven)
MÜNCHEN -> sh. MUNICH
N
NADA (F/I 1974, R: Godard, Jean-Luc)
O
O QUE É ISSO, COMPANHEIRO? (BRZ/USA 1997, R: Barreto, Bruno)
P
PARADISE NOW (PAL/F/D/NL/ISR 2005, R: Abu-Hassad, Hany)
PATRIOT GAMES (dt. STUNDE DER PATRIOTEN) (USA 1992, R: Noyce, Philip)
R
RACHIDA (DZ/F 2002, R: Bachir-Chouikh, Yamina)
RENDITION (dt. MACHTLOS) (USA 2007, R: Hood, Gavin)
ROJA (IND 1992, R: Ratnam, Mani)
S
SCHATTENWELT (D 2008, R: Walter, Connie)
SCHLACHT UM ALGIER, DIE -> sh. BATTAGLIA DI ALGERI, LA
SCHWARZER SONNTAG -> sh. BLACK SUNDAY
SHOOT ON SIGHT (USA/UK 2007, R: Mundhra, Jag)
SIEGE, THE (dt.: AUSNAHMEZUSTAND) (USA 1998, R: Zwick, Edward)
SOF SHAVUA B'TEL AVI (dt.: Alles für meinen Vater) (D/ISR 2008; R: Dror Zahavi)
STILLE NACH DEM SCHUSS, DIE (D 2000, R: Schlöndorff, Volker)
STUNDE DER PATRIOTEN -> sh. PATRIOT GAMES
SYRIANA (USA 2005, R: Gaghan, Stephen)
T
TAHAAN / TAHAAN: A BOY WITH A GRENADE (engl. Festivaltitel) (IND 2008, R: Shivan, Santos)
TERE BIN LADEN (IND 2010, R: Sharma, Abhishek)
TERRORISTEN!, DIE (D 1992 Gröning, Philip)
THEEVIRAVAATHI / THE TERRORIST
TITANIC TOWN (UK 1998, R: Mchel, Roger)
TRAITOR (USA 2008, R: Nachmanoff, Jeffrey)
U
UNITED 93 (dt. FLUG 93) (F/UK/USA, R: Greengrass, Paul)
UNTHINKABLE (USA 2010; R: Jordan, Gregor)
V
V FOR VENDETTA (USA/UK/D 2006; R: McTeigue, James)
VERTRAUTER FEIND -> sh. DEVIL'S OWN, THE
W
WAR WITHIN, THE (USA 2005, R: Castelo, Joseph)
WER WENN NICHT WIR (D 2011, R: Veiel, Andres)
WHERE IN THE WORLD IS OSAMA BIN LADEN? (F/USA 2008; R: Spurlock, Morgan)
WOLF, DER -> sh. LOBO, EL
WRONG IS WRIGHT (dt. FLAMMEN AM HORIZONT) (USA 1982, R: Brooks, Richard)
Z
ZAMEEN (IND 2003, R: Shetty, Rohit)
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